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Somatoforme autonome Funktionsstörung

Somatoforme Störung: Diagnose

Stand: 1. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Um eine somatoforme autonome Funktionsstörung feststellen zu können, sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. Der erste Schritt zur Diagnose besteht in einer gründlichen Untersuchung der Betroffenen, um körperliche Ursachen für die geschilderten Symptome weitgehend auszuschließen. Eine somatoforme autonome Funktionsstörung äußert sich neben einer allgemeinen erhöhten vegetativen Erregung (z.B. Herzklopfen, Schwitzen) zusätzlich durch subjektive Symptome, die sich auf ein bestimmtes Organ beziehen.

Besteht nach Abschluss aller medizinischen Untersuchungen der Beschwerden der Verdacht auf eine somatoforme autonome Funktionsstörung, erfasst der Arzt in einem Gespräch mit den Betroffenen die psychischen Aspekte der somatoformen Störung. Gegebenenfalls kommen zur Diagnose auch psychologische Tests und Fragebögen zum Einsatz: Um eine somatoforme Funktionsstörung, ihren Schweregrad sowie die mit der Störung verbundenen Beeinträchtigungen einschätzen zu können, steht eine Vielzahl standardisierter Fragebögen und Checklisten zur Verfügung.

Um eine somatoforme autonome Funktionsstörung diagnostizieren zu können, gelten folgende drei Diagnose-Kriterien, wobei für die körperlichen Beschwerden eine ausreichende körperliche Erklärung auszuschließen ist:

  • 1. Kriterium: Es liegen vegetative Symptome vor, die man einem Organsystem zuordnen kann und die die Betroffenen als krankhaft deuten.
  • 2. Kriterium: Zu diesen vegetativen Symptomen gehören mindestens zwei der folgenden:
  • 3. Kriterium: Neben den vegetativen tritt mindestens eins der folgenden Symptome auf:

Menschen, bei denen alles auf eine somatoforme autonome Funktionsstörung hindeutet, können die Diagnose oftmals nicht akzeptieren. Es ist für sie schwer vorstellbar, dass ihre Beschwerden keine körperlichen Ursachen haben, sondern möglicherweise durch seelische Vorgänge (d.h. psychosomatisch) entstanden sein könnten. Die Art der Symptome oder das daraus folgende Verhalten beeinträchtigen bei einer somatoformen autonomen Funktionsstörung das Leben im familiären oder sozialen Bereich.

Weiterlesen: Somatoforme Störung: Therapie

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