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Stand: 28. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei der gegen Flugangst (Aviophobie) eingesetzten Therapie kann die Verhaltenstherapie eine wichtige Rolle spielen: Hierbei geht es vor allen Dingen darum, Sie dazu zu bringen, die angstauslösenden Situationen und Objekte nicht mehr zu meiden. Diese Therapie erfolgt entweder schrittweise – das heißt sie beginnt bei der am wenigsten gefürchteten Situation – oder Sie setzen sich sofort der intensivsten Angstsituation aus. So könnte beispielsweise ein erster Schritt darin bestehen, dass Sie sich ein Flugzeug nur anschauen, ohne gleich fliegen zu müssen. Sie sollen durch diese Konfrontation merken, dass die befürchteten Konsequenzen ausbleiben, und so Ihre Flugangst besiegen.
Im Rahmen der Verhaltenstherapie einer Flugangst können Ihnen spezielle Seminare helfen, die Angst vor dem Fliegen abzubauen. Dabei vermitteln die Seminarleiter Ihnen zunächst die theoretischen Hintergründe des Fliegens, damit Sie lernen, dass Sie rational keine Angst vorm Fliegen haben müssen. Im Anschluss an das Seminar steht dann ein Flug auf dem Plan. Viele Fluggesellschaften bieten derartige Seminare gegen Flugangst an.
Vielen Betroffenen mit leichterer Flugangst hilft es auch, sich während des Flugs gezielt abzulenken, so zum Beispiel durch Lesen, Gespräche mit Sitznachbarn, Musik oder Filme.
Sollten Sie die Flugangst (Aviophobie) nicht anders überwinden können, kommen zur Therapie verschiedene Medikamente – unter ärztlicher Aufsicht eingenommen – infrage. Wenn Sie bis zum Flugtag noch mehrere Wochen Zeit haben, ist es empfehlenswert, als Beruhigungsmittel wirkende Naturprodukte wie Johanniskraut oder Baldrian gegen die Flugangst über einen längeren Zeitraum einzunehmen. Helfen Ihnen diese Mittel nicht gegen die Flugangst, stehen zur medikamentösen Therapie Tabletten, Zäpfchen, Kaugummis oder sogar Injektionslösungen mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat zur Verfügung.
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