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Agoraphobie

Stand: 19. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ob im Bus, an der Kasse vom Supermarkt oder im Theater: Menschen mit Agoraphobie haben Angst vor Situationen, aus denen sie im vermeintlichen Notfall nicht so einfach flüchten können. Sie befürchten, Panik zu bekommen, die Kontrolle zu verlieren oder keine Hilfe zu bekommen. Wer sich rechtzeitig behandeln lässt, hat jedoch gute Chancen, die Angst in den Griff zu bekommen!

Eine junge Frau sitzt vor ihrer Haustür.
Menschen mit Agoraphobie haben Angst, ihre gewohnte Umgebung zu verlassen.

Manche Agoraphobiker sind so sehr durch die Erkrankung eingeschränkt, dass sie ihre Wohnung nicht mehr verlassen, weil sie sich nur dort sicher fühlen. Sie meiden alle Situationen, die ihnen bedrohlich erscheinen oder können diese nur in Begleitung oder unter großer Angst bewältigen. Meist macht sich die unangemessene Angst erstmals zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr bemerkbar, insbesondere bei Frauen.

Bis die Diagnose Agoraphobie gestellt wird, vergeht meist eine lange Zeit. Wird sie nicht behandelt, verläuft die Erkrankung oft chronisch: Die Betroffenen vermeiden nach und nach immer mehr angstmachende Situationen und verlieren zunehmend an Lebensqualität.

Eine Verhaltenstherapie kann vielen Menschen mit Agoraphobie helfen. Dabei lernen die Betroffenen schrittweise, ihren Ängsten entgegenzutreten, um zu spüren, dass diese unbegründet sind. Auch mithilfe von Medikamenten oder tiefenpsychologisch fundierten Ansätzen kann man eine Agoraphobie behandeln.

Weiterlesen: Agoraphobie: Definition

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