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Agoraphobie

Neurobiologische Aspekte

Stand: 19. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Experten gehen davon aus, dass nicht allein schlechte Lernerfahrungen zu einer Angststörung wie der Agoraphobie führen. Vielmehr muss eine Person aus biologischer Sicht besonders anfällig dafür sein, eine solche Erkrankung zu entwickeln.

Ein Faktor, der hierbei offenbar eine Rolle spielt, ist das autonome Nervensystem. Dieses reguliert und kontrolliert die Funktionen der inneren Organe wie etwa Herz und Atmung. Bei Menschen mit einer Agoraphobie scheint das autonome Nervensystem labil zu sein, das heißt, es wird durch Reize sehr leicht erregt. Dadurch können sich Angstsymptome besonders schnell ausbilden. Diese Labilität des autonomen Nervensystems ist wahrscheinlich angeboren.

Vermutlich sind bestimmte Botenstoffe (Neurotransmitter) im Gehirn von Angstpatienten aus dem Gleichgewicht geraten, wie zum Beispiel Serotonin, Noradrenalin oder Gamma-Aminobuttersäure (GABA). Weitere neurobiologische Befunde zeigen, dass bei Menschen mit einer Angststörung eine spezielle Hirnregion Besonderheiten aufweist: das sogenannte limbische System. Dies spielt unter anderem bei der Verarbeitung und Empfindung menschlicher Gefühle eine große Rolle.

Genetische Faktoren scheinen ebenfalls an der Entstehung von Angststörungen wie der Agoraphobie beteiligt zu sein.

Psychoanalytische Theorien

In der psychoanalytischen Theorie geht man davon aus, dass Ängste durch innere Konflikte entstehen können. Auch glaubt man, dass die Person nie gelernt hat, mit normaler Angst umzugehen. In Konfliktsituationen fühlt sich der Betroffene daher überfordert, sodass alte kindliche Ängste in ihm aufsteigen können.

Weiterlesen: Agoraphobie: Symptome

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