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Stand: 19. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Lerntheoretische Erklärungen gehen davon aus, dass ein mehrstufiger Prozess zu einer Phobie führt. Zunächst "erlernt" eine Person die Angst vor einer ehemals neutralen Situation, weil sie eine schlechte Erfahrung damit gemacht hat. Dadurch, dass die Person die angstmachende Situation vermeidet, wird die Angst weiterhin aufrechterhalten – durch das Vermeiden der Situation wird das Ausbleiben der Angst "belohnt".
Man kann jedoch auch eine phobische Angst vor einer Situation oder einem Objekt erwerben, mit der/dem man selbst noch nie schlechte Erfahrungen gemacht hat. So kann beispielsweise ein Kind Angst vor einer Situation bekommen, weil es gesehen hat, mit welcher Angst seine Mutter auf die Situation reagiert hat. Durch diese Beobachtung lernt das Kind, dass die Situation mit Angst verknüpft ist.
Auch die Wahrnehmung körperlicher Symptome spielt eine wichtige Rolle. Hat eine Person Angst, führt dies bei ihr zu körperlichen Reaktionen wie zum Beispiel Herzrasen, Schweißausbrüchen oder Zittern. Diese Beschwerden deutet die Person als Gefahr, was die Angst wiederum noch verstärkt. Durch die damit verbundene Stressreaktion verschlimmern sich die körperlichen Symptome. Auf diese Weise bildet sich ein Teufelskreis der Angst, der dazu führt, dass die Angst immer weiter zunimmt.
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