Startseite > Krankheiten > Psychische Erkrankungen > Agoraphobie > Definition
Stand: 19. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Agoraphobie ist eine Angststörung. Wie auch bei anderen Phobien (z.B. Dentalphobie) leiden Personen mit Agoraphobie an unangemessenen Ängsten, die in bestimmten, objektiv ungefährlichen Situationen oder Orten auftreten.
Agoraphobiker haben Angst vor Situationen oder Orten, an denen sie vermeintlich keine Fluchtmöglichkeit haben oder bei denen sie befürchten, im Notfall keine Hilfe zu bekommen. Solche Situationen können beispielsweise der Aufenthalt an öffentlichen Plätzen, in Menschenmengen oder öffentlichen Verkehrsmitteln sein, aber auch alle anderen Orte außerhalb der eigenen Wohnung. Die Betroffenen fürchten, Panik zu bekommen, sich zu blamieren oder auf andere Weise die Kontrolle zu verlieren. So haben manche etwa Angst, dass ihnen schwindelig werden könnte und dass sie der Situation dann nicht entkommen können beziehungsweise dass ihnen dann niemand helfen kann. Weitere Befürchtungen können sein, einen Herzanfall zu erleiden oder Durchfall zu bekommen.
Die Agoraphobie wird auch als Platzangst bezeichnet. Das Wort agora kommt aus dem Griechischen und bedeutet Marktplatz. Viele Menschen verstehen unter Platzangst die Angst in geschlossenen, engen Räumen wie zum Beispiel im Fahrstuhl. Diese Form der Phobie wird jedoch als Klaustrophobie bezeichnet, während mit Platzangst die Angst vor weiten Plätzen gemeint ist. Platzangst ist jedoch nicht dasselbe wie eine Agoraphobie: Agoraphobiker haben nicht nur Angst vor weiten Plätzen, sondern auch vor anderen Situationen und Orten außerhalb ihrer gewohnten Umgebung.
Eine Agoraphobie tritt häufig gemeinsam mit einer Panikstörung auf. Viele Agoraphobiker leiden unter plötzlich auftretenden Panikattacken, welche mit Symptomen wie Übelkeit, Herzrasen, Ohnmachtsgefühlen und Todesangst verbunden sein können.
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