Prothrombin-Mutation (Faktor-II-Mutation) : Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (03. Juni 2016)

Bei einer Prothrombin-Mutation (Faktor-II-Mutation) ist an einer bestimmten Stelle im Erbgut die Erbinformation verändert. Genetiker sprechen von einer sogenannten Punktmutation, die sich an der Position 20210 des Prothrombin-Gens befindet. Punktmutation bedeutet, dass die Erbinformation nur an einer einzelnen Stelle mutiert ist. Eine solche Mutation wird häufig von den Eltern vererbt, kann sich aber auch zufällig – etwa durch Schädigung des Erbguts – ausbilden.

Die Folge dieser Mutation ist ein erhöhter Gehalt des Gerinnungsfaktors Prothrombin im Blut. Dadurch neigt das Blut des Betroffenen dazu, schneller und leichter zu gerinnen als gewöhnlich.  Das Risiko für Blutgerinnsel und plötzliche Gefäßverschlüsse (Embolien) steigt.

Eine Embolie entsteht, wenn sich ein Blutgerinnsel von der Gefäßwand löst und mit dem Blut weiter transportiert wird. An der Stelle, wo der Gefäßdurchmesser kleiner als der Durchmesser des Blutgerinnsels ist, entsteht ein plötzlicher Verschluss des Gefäßes, zum Beispiel in der Lunge (Lungenembolien), im Herz (Herzinfarkt) oder im Gehirn (Schlaganfall).



Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst