Prothrombin-Mutation (Faktor-II-Mutation) : Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (03. Juni 2016)

Die eigentliche Prothrombin-Mutation (Faktor-II-Mutation) verursacht keine Symptome. Allerdings erhöht die Genveränderung das Risiko für bestimmte Erkrankungen und Komplikationen. Bei Menschen mit einer Prothrombin-Mutation gerinnt das Blut schneller. Dadurch bilden sich in ihren Gefäßen leichter Blutgerinnsel als bei Gesunden. Außerdem besteht die Gefahr, dass ein abgelöstes und weggeschwemmtes Blutgerinnsel ein Blutgefäß verschließt (Embolie).

Thrombosen treten häufig in den tiefen Bein- und Beckenvenen auf. Bei Patienten mit einer Prothrombin-Mutation kommen Thrombosen auch an ungewöhnlichen Körperstellen vor. Dazu zählen zum Beispiel Thrombosen in den Venen des Darms. Typische Symptome einer Darmthrombose sind Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Bei einer Thrombose der Armvenen wiederum ist der Arm geschwollen, schwer und schmerzt. Lösen sich solche Blutgerinnsel und gelangen mit dem Blutstrom in die Lunge, kann eine Lungenembolie entstehen.

Auch in den Hirnvenen können Thrombosen auftreten und die Hirnnerven beeinträchtigen. Die Symptome hängen dann vom betroffenen Hirngebiet ab und reichen von Kopfschmerzen und Benommenheit bis hin zu neurologischen Ausfällen mit Lähmungserscheinungen und tiefer Bewusstlosigkeit.

Bei Schwangeren mit Prothrombin-Mutation treten – wahrscheinlich infolge von Thrombosen der Blutgefäße des Mutterkuchens (Plazenta) – möglicherweise gehäuft Fehlgeburten auf.


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