Prothrombin-Mutation (Faktor-II-Mutation) : Diagnose & Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (03. Juni 2016)

Eine Prothrombin-Mutation (Faktor-II-Mutation) kann der Arzt mithilfe eines Gentests nachweisen. Der Verdacht auf die Diagnose Prothrombin-Mutation besteht immer dann, wenn:

  • bei Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen Thrombosen oder Gefäßverschlüsse (Embolien) auftreten,
  • Thrombosen oder Embolien sehr häufig vorkommen,
  • Thrombosen an ungewöhnlichen Körperstellen, z.B. in den Venen des Darms, des Gehirns, des Auges oder der Arme auftreten oder wenn
  • Thrombosen bei mehreren Familienmitgliedern (familiär gehäuft) vorkommen.

Auch nach mehreren Fehlgeburten kann es sinnvoll sein, einen entsprechenden Gentest durchführen zu lassen.

Therapie

Bei einer Prothrombin-Mutation ist eine ursächliche Therapie nicht möglich – denn der eigentliche Gendefekt lässt sich nicht beheben. Jedoch kann man die Blutgerinnung bei Bedarf mit gerinnungshemmenden Medikamenten (sog. Antikoagulanzien) verzögern, zum Beispiel mit Heparin.

Wenn der Betroffene bereits eine Thrombose hatte, ist die medikamentöse Therapie besonders wichtig, um das Risiko für weitere Gefäßverschlüsse zu senken.


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