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Benigne Prostatahyperplasie (BPH, Prostata­vergrößerung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. März 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH, gutartige Prostatavergrößerung) ist weit verbreitet: In Deutschland hat über ein Viertel der Männer über 50 eine vergrößerte Prostata (Vorsteherdrüse) – und das bedeutet meist: Probleme beim Wasserlassen.

Dass die benigne Prostatahyperplasie das Wasserlassen (Miktion) erschwert, hängt mit der Lage der Prostata zusammen: Die Drüse liegt unterhalb der Harnblase und umschließt die Harnröhre – je mehr sich die Prostata vergrößert, desto stärker ist also die Harnröhre eingeengt. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Prostatavergrößerung sogar mit einem Harnverhalt (d.h. der Unfähigkeit, die Blase zu entleeren) einhergehen.

Wenn die benigne Prostatahyperplasie Beschwerden verursacht, bezeichnen Mediziner dies als benignes Prostatasyndrom. Doch längst nicht jede vergrößerte Prostata bereitet Probleme, sodass die Prostatavergrößerung zumindest eine Zeit lang unbemerkt bleiben kann.

Diagnostizieren lässt sich die benigne Prostatahyperplasie in einer Prostatauntersuchung: Dabei kann der Arzt (z.B. ein Urologe) die Prostata über den Mastdarm abtasten (sog. Rektaluntersuchung), mithilfe von Ultraschall untersuchen und den Restharn sowie den Harnstrahl messen. Wichtig ist außerdem, die gutartige Prostatavergrößerung von Prostatakrebs abzugrenzen, der ähnliche Symptome verursachen kann. Hierzu besteht die Möglichkeit,

  • den sogenannten PSA-Wert im Blut zu bestimmen (PSA steht für prostataspezifisches Antigen und ist ein nur in der Prostata gebildetes Eiweiß) und
  • eventuell eine Gewebeprobe aus der Prostata zu entnehmen und zu untersuchen (sog. Biopsie).

Gegen die benigne Prostatahyperplasie stehenmehrere wirksame Behandlungsmethoden zur Verfügung: Man kann die Prostatavergrößerung durch verschiedene Medikamente oder mithilfe einer Prostata-OP behandeln. Besonders wer seine vergrößerte Prostata durch eine transurethrale Resektion (TUR-P) verkleinern lässt, kann langfristig mit sehr guten Erfolgen rechnen: Bei diesem minimal-invasiven Eingriff entfernt der Operateur das überschüssige Prostatagewebe durch die Harnröhre.

Video: Prostatavergrößerung

Auch für Männer, die keine Prostatabeschwerden verspüren, gilt: Es ist ratsam, ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig einen Urologen zur Vorsorge aufzusuchen, um eine benigne Prostatahyperplasie und vor allem eine bösartige Erkrankung der Prostata frühzeitig erkennen und erfolgreich behandeln zu können.

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