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Prostataver­größerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. August 2012)

Die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) ist weit verbreitet: In Deutschland ist bei über einem Viertel der Männer über 50 die Prostata vergrößert – und mit steigendem Alter erhöht sich die Zahl der Betroffenen. Die für eine Prostatavergrößerung typischen Symptome sind zunehmende Probleme beim Wasserlassen (Miktion).

Der Grund: Die Prostata liegt unterhalb der Harnblase und umschließt die Harnröhre, sodass diese durch eine zunehmende Prostatavergrößerung immer mehr einengt ist. Im fortgeschrittenen Stadium kann die benigne Prostatahyperplasie sogar mit einem Harnverhalt (d.h. der Unfähigkeit, die Blase zu entleeren) einhergehen. Wenn die Vergrößerung der Prostata Beschwerden verursacht, bezeichnet man dies als benignes Prostatasyndrom. Doch längst nicht jede vergrößerte Prostata bereitet Probleme, sodass die Vergrößerung zumindest eine Zeit lang unbemerkt bleiben kann.

Der Urologe kann eine benigne Prostatahyperplasie diagnostizieren, indem er die Prostata über den Mastdarm abtastet (sog. Rektaluntersuchung), mithilfe von Ultraschall untersucht und den Restharn sowie den Harnstrahl misst. Bei der Diagnose ist es wichtig, die gutartige Prostatavergrößerung von Prostatakrebs abzugrenzen, der ähnliche Beschwerden auslösen kann. Zu diesem Zweck ist es nötig, einen bestimmten Tumormarker (prostataspezifisches Antigen, PSA) im Blut zu bestimmen und eventuell eine Gewebeprobe aus der Prostata zu entnehmen und zu untersuchen (Biopsie).

Es stehen verschiedene Mittel gegen die gutartige Prostatavergrößerung zur Verfügung, die eine wirksame Behandlung versprechen: Gegen die benigne Prostatahyperplasie können verschiedene Medikamente, eine Operation sowie eine Therapie per Laser zum Einsatz kommen. Vor allem die operative Entfernung des überschüssigen Prostatagewebes durch die Harnröhre (transurethrale Resektion der Prostata) zeigt bei benigner Prostatahyperplasie langfristig sehr gute Erfolge.

Prostatavergrößerung: Video

Auch wenn keine Anzeichen für eine benigne Prostatahyperplasie bestehen, ist es trotzdem wichtig, ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig einen Urologen zur Vorsorge aufzusuchen, um vor allem eine bösartige Erkrankung der Prostata frühzeitig zu erkennen und erfolgreich behandeln zu können.






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