Benigne Prostatahyperplasie (BPH, Prostata­vergrößerung): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. März 2016)

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH, gutartige Prostatavergrößerung) verläuft typischerweise mit zunehmendem Alter fortschreitend. Obwohl die Gewebewucherung selbst gutartig ist, kann eine vergrößerte Prostata dennoch im weiteren Verlauf Beschwerden auslösen (sog. benignes Prostatasyndrom). Typischerweise bestehen die Prostatabeschwerden in zunehmenden Problemen beim Wasserlassen bis hin zum Harnverhalt (d.h. der Unfähigkeit, die Blase zu entleeren).

In ungefähr einem Fünftel aller Fälle macht die benigne Prostatahyperplasie daher sofort oder nach längerer Behandlung durch Medikamente eine Operation notwendig. Dabei hat die so behandelte Prostatavergrößerung überwiegend eine günstige Prognose:

  • Die sachgerechte Verkleinerung der Prostata durch die am meisten angewendete OP-Methode (sog. transurethrale Resektion der Prostata, TUR-P) zeigt langfristige Erfolge – auch nach zehn Jahren ist nur bei 10 bis 15 Prozent der behandelten Männer ein erneuter chirurgischer Eingriff notwendig.
  • Die meisten Laserverfahren können die durch die Prostatavergrößerung bedingte Hemmung beim Wasserlassen bei Weitem nicht so wirksam und dauerhaft beseitigen wie die Prostata-OP, sodass bei der Lasertherapie wiederholte Eingriffe (alle ein bis drei Jahre) erforderlich sein können.
  • Nur die Holmium-Laser-Resektion beziehungsweise -Enukleation scheint ähnlich wirksame und anhaltende Behandlungserfolge zu erzielen wie die TUR-P.

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