Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH)

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Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH)

Transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P)

Stand: 24. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Wenn Medikamente gegen die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) zur Therapie nicht ausreichen, erfolgt meistens eine Operation durch die sogenannte transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P): Mit dieser Methode lässt sich die durch die vergrößerte Prostata bedingte Hemmung beim Wasserlassen (Obstruktion) wirksam und dauerhaft beseitigen. Dazu trägt der Arzt durch die Harnröhre (transurethral) mit einer elektrisch gespeisten Schlinge das überschüssige Gewebe ab (Resektion = operative Entfernung von Organteilen). In der Regel erfolgt diese Behandlung stationär, da Blutungs- und andere Risiken bestehen. Bedingt durch verbesserte technische Entwicklungen und Methoden und das dadurch erheblich verringerte Blutungsrisiko ist die TUR-P an einzelnen dafür ausgewiesenen Zentren auch ambulant möglich.

Die transurethrale Resektion der Prostata erfolgt unter Vollnarkose oder Rückenmarksanästhesie. Kommen bei dieser Therapie der Prostatavergrößerung modernste Resektionstechniken zum Einsatz, lassen sich sehr gute und auch nachhaltige Erfolge erzielen. Eine mit TUR-P behandelte gutartige Prostatavergrößerung hat als Nebenwirkung selten eine erektile Dysfunktion zur Folge, allerdings verlieren 60 bis 90 Prozent der Männer ihre Ejakulationsfähigkeit.

Transurethrale Mikrowellen-Thermotherapie (TUMT)

Gegen die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) kann zur Therapie auch die transurethrale Mikrowellen-Thermotherapie (TUMT) zum Einsatz kommen. Hierbei führt der Arzt über die Harnröhre einen Schlauch ein, über den sich die Prostata mithilfe von Mikrowellen auf über 45 Grad Celsius aufheizen lässt. Diese Therapiemethode wirkt in der Regel aber nur symptomatisch und verbessert daher die Verengung der Harnröhre nur unwesentlich. Höhere Temperaturen (bis 65 °C) sind auch möglich und bringen eine höhere Wirksamkeit, aber mehr Nebenwirkungen mit sich. Die Vorteile der TUMT liegen darin, dass sie ambulant und ohne Narkose erfolgen kann und dass keinerlei Blutungsrisiko besteht.

Transurethrale Nadelablation (TUNA)

Eine weitere gegen die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) verfügbare Therapie ist transurethrale Nadelablation (TUNA): Hierbei erzeugt man über Nadelantennen Radiofrequenzwellen, die das Prostatagewebe auf bis zu 100 Grad Celsius erhitzen und so Gewebe verbrennen. Um die richtige Einstichtiefe und die Zahl der nötigen Einstiche zu ermitteln, ist es erforderlich, zuvor die Größe der Prostata mithilfe einer Ultraschalluntersuchung auszumessen. Die TUNA kann unter örtlicher Betäubung erfolgen. Komplikationen treten selten auf und die Ejakulation bleibt erhalten.

Intraprostatische Stents

Gegen die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) können zur Therapie auch intraprostatische Stents Anwendung finden: Dies sind metallische oder Polyurethan-Implantate, die sich ohne Narkose entweder vorübergehend (passager) oder auf Dauer (permanent) in der Harnröhre platzieren lassen und die für einen freien Harnablauf sorgen sollen. Die passageren intraprostatischen Stents sind eine alternative Behandlungsform zum transurethralen Dauerkatheter; es ist jedoch ratsam, sie in regelmäßigen Abständen auszuwechseln. Vorteil der permanenten Stents ist, dass endoskopische Maßnahmen nach dem Einwachsen der Stents in die Harnröhrenwand möglich bleiben.

Weiterlesen: Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH): Verlauf

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