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Forenexperte: Dr. med. Frank Kahmann
Forum Prostatakrebs
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Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Prostatektomie (Prostatakrebs-Operation) ist bei einer örtlich begrenzten Tumorausdehnung sinnvoll. Ziel der Operation ist, den Prostatakrebs vollständig zu entfernen und die Betroffenen damit zu heilen. Bei dem Eingriff wird die Prostata mitsamt der Samenbläschen entfernt (sog. radikale, d.h. umfassende, Prostatektomie). Wann immer möglich, versucht der operierende Arzt, die Nerven zu schonen und kann einer Impotenz dadurch unter Umständen vorbeugen. Neben der "offenen" Prostatektomie beim Prostatakarzinom, bei der der Zugang zur Prostata durch einen Schnitt im unteren Bauchbereich (Bauchschnitt) erfolgt, wird die Prostata heute auch laparoskopisch, das heißt in Schlüssellochtechnik, entfernt. Über einen kleinen Schnitt am Damm kann der Arzt die Prostata ebenfalls entnehmen.
Dank moderner Operationstechniken sind die Heilungschancen bei einem Prostatakarzinom heute gut. Trotzdem können nach einer Prostatektomie Komplikationen auftreten. Die häufigsten unerwünschten Folgen einer Prostatakrebs-Operation sind Erektionsschwierigkeiten (Impotenz) und Harninkontinenz. Gerade eine vorübergehende Harninkontinenz tritt relativ häufig auf. Sie bessert sich beispielsweise durch regelmäßige Beckenbodengymnastik. Nur etwa fünf bis zehn Prozent der operierten Männer bleiben dauerhaft inkontinent. Etwa die Hälfte bis zwei Drittel der Betroffenen mit Prostatakarzinom sind nach der Prostatektomie weiterhin erektionsfähig.
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