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Prostatakrebs (Prostatakarzinom)

Hormontherapie

Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Tumorzellen wachsen bei Prostatakrebs (Prostatakarzinom) fast immer hormonabhängig – daher bietet sich eine Hormontherapie (genauer: eine Hormonentzugstherapie) zu Behandlung an. Dies gilt insbesondere bei fortgeschrittenem Prostatakrebs, der bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet hat. Hauptziel der Hormonbehandlung ist, das Tumorwachstum aufzuhalten und die Beschwerden zu lindern (palliative Therapie). Die Hormontherapie kann Prostatakrebs aber nicht heilen.

Durch die Hormontherapie entstehen weniger männliche Sexualhormone (Testosteron) – Prostatakarzinome wachsen dadurch langsamer. Ob die Therapie erfolgreich ist, kann der Arzt durch regelmäßige Kontrollen des PSA-Werts überprüfen.

Es gibt bei Prostatakrebs folgende Möglichkeiten der Hormontherapie:

  • operative Kastration: Der Arzt schält dieHoden aus, d.h. er entfernt das hormonbildende Hodengewebe – es wird kaum noch Testosteron gebildet (geringe Mengen entstehen auch in den Nebennieren).
  • medikamentöse oder chemische Kastration: mit sogenannten LHRH-Analoga
  • Blockade der Wirkung von körpereigenen Geschlechtshormonen an den Tumorzellen durch die Gabe von Antiandrogenen.
  • Gabe von weiblichen Geschlechtshormonen (Östrogenen), um dem männlichen Testosteron entgegenzuwirken. Da Nebenwirkungen wie Thrombosen mit dieser Therapie einhergehen können, erfolgt sie nur selten.

Zu den unterschiedlich stark ausgeprägten Nebenwirkungen einer Hormontherapie bei Prostatakarzinom zählen Libidoverlust, Erektionsschwierigkeiten, Hitzewallungen, geistige Beeinträchtigung, Antriebsverlust, nachlassender Bartwuchs, zum Teil schmerzhafte Brustschwellungen, eventuell Osteoporose (Verminderung der Knochenmasse).

Weiterlesen: Prostatakrebs (Prostatakarzinom): Therapie – Chemotherapie

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