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Prostatakrebs (Prostatakarzinom)

Bestrahlung von „außen“

Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Perkutane oder externe Bestrahlung bei Prostatakrebs (Prostatakarzinom): Perkutan bedeutet "durch die Haut". Bei dieser Technik erfolgt die Bestrahlung in mehreren Terminen – die Strahlendosis wird sozusagen aufgeteilt (fraktioniert). Betroffene mit Prostatakarzinom werden dazu für etwa sieben bis neun Wochen von montags bis freitags für wenige Minuten bestrahlt. Oft kann die Strahlentherapie ambulant erfolgen, sodass die Betroffenen danach wieder nach Hause können. Die Bestrahlungen verursachen keinerlei Schmerzen. Dank moderner Techniken kann die Strahlendosis exakt in der Vorsteherdrüse platziert werden, ohne zu viel gesundes umliegendes Gewebe mit einzubeziehen.

Bestrahlung von „innen“

Brachytherapie mit Seed-Implantation (Prostata-Spickung): Seeds (engl. für Samen, Kerne) sind kleine titanverkapselte, radioaktive Strahler in Stiftform. Mit dünnen Nadeln werden die kleinen Stifte unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose vom Damm her in die Prostata eingeführt (implantiert). Dort geben sie über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten ihre Strahlendosis ab. Die Seeds verbleiben in der Prostata und werden nicht wieder herausoperiert. Ihre Strahlung ist nur in direkter Umgebung der Stifte wirksam, sodass sie lediglich für die Krebszellen schädlich ist. Mediziner nennen dieses Verfahren auch LDR-Brachytherapie – diese Bezeichnung leitet sich von dem Begriff "low-dose rate" ab, was so viel bedeutet wie "niedrige Dosis".

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titanverkapselter Strahler (Seed)

Diese Seed-Implantation kommt bei Prostatakrebs dann zum Einsatz, wenn das Prostatakarzinom im Anfangsstadium ist und sich noch nicht über die Prostata hinaus ausgebreitet hat, der Gleason-Score sowie der PSA-Wertrelativ niedrig sind. Ob die LDR-Brachytherapie Vorteile gegenüber den anderen Bestrahlungsmethoden hat, ist bislang nicht abschließend geklärt.

Weiterlesen: Prostatakrebs (Prostatakarzinom): Therapie – Brachytherapie mit Afterloading-Verfahren

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