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Prostatakrebs (Prostatakarzinom): Diagnose

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (28. November 2013)

Häufig wird die Prostatakrebs-Diagnose (Prostatakarzinom-Diagnose) während einer Früherkennungs-Untersuchung gestellt. Manchen Männern macht dies Angst. Vergegenwärtigt man sich aber die Chance, den Prostatakrebs früh zu entdecken, wird der Nutzen der Früherkennung deutlich. Ist der Krebs noch auf die Prostata begrenzt, sind die Heilungsaussichten sehr gut. Oft finden sich bei der Untersuchung auch Befunde, die sich nach weiterer Abklärung als nicht bösartig erweisen.

Bei der Prostatakrebs-Diagnose befragt der Arzt den Patienten zunächst nach seinen Beschwerden und untersucht ihn. Eine wichtige Untersuchung bei der Prostatakarzinom-Diagnose ist die Tastuntersuchung mit dem Finger (digital-rektale Untersuchung). Dazu führt der Arzt (Urologe) den Zeigefinger in den Enddarm ein und kann so die Prostata durch die Darmwand hindurch abtasten und untersuchen. Er achtet dabei unter anderem auf die Größe und Beschaffenheit der Prostata.

Nur mit der Tastuntersuchung allein kann der Arzt noch keine Prostatakrebs-Diagnose stellen. Besteht der Verdacht auf Prostatakrebs, kann der Arzt zusätzlich eine Blutuntersuchung – den sogenannten PSA-Test – durchführen: Er überprüft den Wert des sogenannten prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut. Dieser Wert wird in Nanogramm (ng) pro Milliliter (ml) gemessen. PSA ist ein Eiweiß, das nur die Prostata bildet. Bei einem Prostatakarzinom steigt der PSA-Wert stark an, allerdings auch bei anderen Erkrankungen der Vorsteherdrüse, zum Beispiel eine Prostataentzündung (Prostatitis). Er kann deshalb lediglich einen Hinweis auf Prostatakrebs geben und die Diagnose unterstützen. Ist der PSA-Wert erhöht, sollte er regelmäßig kontrolliert werden:

  • PSA-Wert unter 2 ng/ml: Kontrolle alle 2 Jahre
  • PSA-Wert zwischen 2 und 4 ng/ml: jährliche Kontrolle

Liegt der PSA-Wert über 4 ng/ml, kann dies ein Hinweise für Prostatakrebs sein und der Arzt sollte zur weiteren Diagnose etwas Gewebe aus der Prostata entnehmen (Biopsie) und auf Krebszellen untersuchen. Eine Gewebeprobeentnahme ist auch dann sinnvoll, wenn der PSA-Wert im Verlauf der Kontrolluntersuchungen auffällig ansteigt.

Experten beurteilen den PSA-Test allerdings nach wie vor kritisch. Insbesondere wenn man vom sogenannten PSA-Screening spricht – also einer Reihenuntersuchung, bei der zum Beispiel allen Männern ab einem bestimmten Alter Blut abgenommen wird, um ihren PSA-Wert zu ermitteln. Mit dieser Untersuchung würde man dann verborgene Prostatatumoren entdecken – allerdings auch solche, die sehr langsam oder gar nicht wachsen und die Betroffenen wahrscheinlich nie gesundheitlich belasten würden. Diese Patienten hätten von einem PSA-Screening also keinen Nutzen, sondern würden eher verängstigt und durch die folgenden weiteren Untersuchungen und möglicherweise Behandlungsmethoden eher in ihrer Lebensqualität eingeschränkt.

Ein weiteres Untersuchungsverfahren beim Verdacht auf ein Prostatakarzinom ist der transrektale Ultraschall. Dabei führt der Arzt den Schallkopf in den Darm ein und untersucht über die Darmwand die Prostata. Da dieses Verfahren nicht genauer ist als die Tastuntersuchung, wird es nur ergänzend zur Prostatakrebs-Diagnose eingesetzt.






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