Prostataentzündung (Prostatitis): Verlauf & Vorbeugen

Veröffentlicht von: Till von Bracht (31. August 2016)

Verlauf

Die akute Prostataentzündung (Prostatitis) nimmt oft einen guten Verlauf und die Heilungschancen sind sehr hoch. In den meisten Fällen klingt die Entzündung nach etwa zwei Wochen ab. Mögliche Komplikationen sind Harnverhaltung und ein Prostataabszess. Bei der Harnverhaltung ist der Betroffene nicht in der Lage, die Blase spontan zu entleeren – ein Katheter ist erforderlich, um den Urin abzuleiten. Ein Prostataabszess (Eiteransammlung in der Prostata) erfordert eine Behandlung mit hoch dosierten Antibiotika und chirurgischen Maßnahmen (Öffnen und Ableiten des Abszesses).

Bei der chronischen bakteriellen Prostataentzündung bildet sich aus einer akuten bakteriellen Prostataentzündung eine wiederkehrende (chronische) Entzündung. Bleiben nach der Behandlung trotz intensiver Antibiotika-Therapie in den Drüsenarealen der Prostata Bakterien zurück, können diese in unregelmäßigen Abständen erneute Infektionen verursachen. Die chronische Prostatitis kann sehr langwierig und hartnäckig sein.

Vorbeugen

Die frühzeitige ärztliche Behandlung von Harnwegsinfekten und eine gute körperliche Hygiene können einer Keimverschleppung zur Prostata und somit der Prostataentzündung (Prostatitis) vorbeugen. Auch durch die Verwendung von Kondomen lässt sich einer Prostataentzündung durch Erreger bestimmter Geschlechtskrankheiten vorbeugen.


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