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Stand: 19. April 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Vor Beginn der Neuraltherapie untersucht der Therapeut den Patienten körperlich. Außerdem fragt er ausführlich nach der Art und Dauer der Beschwerden (Anamnese).
Einige Neuraltherapeuten verwenden zur Diagnose auch Injektionen: Tritt durch die Injektion eine plötzliche Schmerzlinderung an einer ganz anderen Körperstelle ein, weist dies auf ein Sekundärphänomen hin.
Die Behandlungsphase der Neuraltherapie setzt sich aus der Lokalbehandlung sowie der anschließenden Störfeldsanierung zusammen. Bei der Lokalbehandlung tastet der behandelnde Therapeut die Haut mit den Fingern ab. Anschließend spritzt er direkt in die schmerzhafte Hautstelle ein lokales Betäubungsmittel. Diese Behandlung setzt er so lange fort, bis die Beschwerden zurückgehen. Zudem gibt es tiefe Stichtechniken: Dazu spritzt der Therapeut das Betäubungsmittel in sogenannte Triggerpunkte der Muskeln, die besonders stark schmerzen oder geschwollen sind.
Bei der Störfeldsanierung im Rahmen der Neuraltherapie behandelt der Therapeut mögliche Störherde wie Narben, indem er rund um das Störfeld mehrere Spritzen setzt. Wenn nötig, kann er das Betäubungsmittel auch neben die Wirbelkörper oder in die Nähe größerer Nervenstränge spritzen.
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