Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Prostataerkrankungen > Harnweginfekte

Harnwegsinfekt

Stand: 23. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Der Harnwegsinfekt zählt zu den häufigsten Infektionen des Menschen, ist aber überwiegend unkompliziert. Meist sind Bakterien für seine Entstehung verantwortlich, seltener auch andere Erreger.

Die für einen Harnwegsinfekt infrage kommenden Erreger gelangen durch die Harnröhre in die Harnblase. Entzündet sich daraufhin das Gewebe (Harnröhrenentzündung, Blasenentzündung), liegt ein unterer Harnwegsinfekt vor. Steigen die Erreger weiter auf, können sie eine Nierenbeckenentzündung, auch oberer Harnwegsinfekt genannt, mit nachfolgender Blutvergiftung (Urosepsis) auslösen.

Auf die Entstehung einer Harnwegsinfektion wirken sich unter anderem Fehlbildungen der Harnwege, Harnsteine (Nierensteine oder Blasensteine) und Diabetes mellitus begünstigend aus. Eine Frau entwickelt aufgrund der kürzeren Harnröhre und der Nähe der Harnröhrenöffnung zum After häufiger einen Harnwegsinfekt als ein Mann. Bei Männern nimmt die Häufigkeit von Harnwegsinfektionen erst im Alter von 60 bis 70 Jahren zu – infolge einer in dem Alter häufig auftretenden Prostatavergrößerung, die zu einer schlechteren Entleerung der Harnblase führt.

Typische Symptome für einen Harnwegsinfekt sind Beschwerden beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und bei einer Nierenbeckenentzündung auch Fieber und ein deutliches Krankheitsgefühl. Ein Harnwegsinfekt kann sich auch durch Blut im Urin zeigen, das schon in kleinen Mengen zu einer intensiven Rotfärbung des Urins führt. Manche Harnwegsinfekte bleiben aber auch völlig beschwerdefrei.

Bei der Harnwegsinfektion erfolgt die Diagnose anhand der Symptome und mithilfe von Untersuchungen des Urins sowie der Harnwege und Nieren. Gegen einen unkomplizierten Harnwegsinfekt wirken Antibiotika in Tablettenform, bei einem komplizierteren Harnwegsinfekt kann auch eine Behandlung durch Infusion erfolgen. Bei Nieren- oder Prostatavereiterungen ist möglicherweise ein chirurgischer Eingriff erforderlich. Vorbeugend sind eine ausreichende Trinkmenge und Schutz vor Unterkühlung sowie angemessene Hygiene wichtig.

Weiterlesen: Harnweginfekte: Definition

Das könnte Sie auch interessieren

Prostataerkrankungen

Prostataerkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr über Erkrankungen der Prostata und welche Folgen sie haben können. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.