Startseite > Krankheiten > Prostataerkrankungen > Blasenschwäche (Harninkontinenz, unwillkürlicher Harnverlust)
Stand: 3. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Im Volksmund ist sie als Blasenschwäche bekannt: Eine Harninkontinenz (unwillkürlicher Harnverlust) liegt vor, wenn unkontrolliert Urin aus der Blase abgeht – was für die Betroffenen meist sehr belastend ist.
Die Kontrolle der Kontinenz ist eine Fähigkeit, die als eine der ersten im Rahmen der kindlichen Entwicklung erlangt wird. Sie gilt als Indikator der Sozialfähigkeit einer Person. Menschen mit Blasenschwäche leiden daher meist sehr unter der fehlenden Blasenkontrolle und fühlen sich häufig sozial ausgegrenzt und in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt. Blasenschwäche ist somit nicht nur ein lästiges körperliches Problem, sondern kann auch mit einer erheblichen psychischen Belastung verbunden sein.
Blasenschwäche bezeichnen Mediziner auch als Harninkontinenz. Blasenschwäche kann in vier Formen unterteilt werden:
Eine Sonderform der Blasenschwäche ist die extraurethrale Harninkontinenz. Hier geht der Harn nicht über die Harnröhre, sondern über sogenannte Fisteln ab. Dabei handelt es sich um kleine Gänge, die sich im Körperinneren bilden können.
Die Angaben zur Häufigkeit der Blasenschwäche in der Bevölkerung schwanken sehr, wahrscheinlich aufgrund des Tabucharakters. Sie liegen zwischen fünf und 25 Prozent. Die Dranginkontinenz tritt bei Männern in jedem Lebensalter gleich häufig auf, bei Frauen nimmt sie mit zunehmendem Lebensalter zu. Die Stressinkontinenz ist bei Frauen bis etwa 50 Jahren die häufigste Form. Die Überlaufinkontinenz tritt bei Männern häufiger auf als bei Frauen.
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