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Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH)

Stand: 24. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) kommt bei Männern im höheren Lebensalter häufig vor. Warum sich die Vorsteherdrüse (Prostata) dann oft gutartig vergrößert, ist nicht genau bekannt. Möglicherweise ist die vergrößerte Prostata eine Folge altersbedingter Veränderungen im männlichen Hormonhaushalt.

Auch wenn eine Prostatavergrößerung gutartig ist, kann sie Beschwerden verursachen (sog. benignes Prostatasyndrom): Die Prostata liegt unterhalb der Harnblase und umschließt die Harnröhre, sodass diese durch eine sich vergrößernde Prostata immer mehr einengt ist. Typische Symptome für die benigne Prostatahyperplasie sind daher zunehmende Probleme beim Wasserlassen (Miktion), ein abgeschwächter Harnstrahl und Restharnbildung (d.h. ein Teil des Urins bleibt nach dem Wasserlassen in der Blase zurück). Im fortgeschrittenen Stadium kann die gutartige Prostatavergrößerung sogar mit einem Harnverhalt (d.h. der Unfähigkeit, die Blase zu entleeren) einhergehen.

Der Urologe kann eine Prostatavergrößerung diagnostizieren, indem er die Prostata über den Mastdarm abtastet (also rektal untersucht), eine Ultraschalluntersuchung durchführt sowie den Restharn und den Harnstrahl misst. Bei der Diagnose ist es wichtig, die gutartige Prostatavergrößerung von Prostatakrebs abzugrenzen, der ähnliche Beschwerden wie die benigne Prostatahyperplasie auslösen kann. Zu diesem Zweck ist es nötig, einen bestimmten Tumormarker (prostataspezifisches Antigen, PSA) im Blut zu bestimmen und eventuell eine Gewebeprobe zu entnehmen und zu untersuchen (sog. Biopsie).

Eine gutartige Vergrößerung der Prostata lässt sich auf verschiedene Weise wirksam behandeln: Gegen die Prostatavergrößerung sind zur Behandlung verschiedene Medikamente, eine Operation sowie die Lasertherapie verfügbar. Vor allem die operative Entfernung des überschüssigen Prostatagewebes durch die Harnröhre (transurethrale Resektion der Prostata) zeigt bei einer gutartigen Prostatavergrößerung langfristig sehr gute Erfolge.

Auch wenn keine Anzeichen für eine benigne Prostatahyperplasie bestehen, ist es trotzdem wichtig, ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig einen Urologen zur Vorsorge aufzusuchen, um vor allem eine bösartige Erkrankung der Prostata frühzeitig zu erkennen und erfolgreich behandeln zu können.

Weiterlesen: Prostatavergrößerung: Definition

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