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Stand: 18. Dezember 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Begriff Prostataentzündung (Prostatitis) bezeichnet eine akute oder chronische Entzündung der Prostata (Vorsteherdrüse).
Die Prostata ist eine kastaniengroße Drüse mit glatter Oberfläche, die sich bei Männern unterhalb der Harnblase befindet und den Anfangsteil der Harnröhre umschließt. Sie bildet unter dem Einfluss von Hormonen ein milchiges Sekret, das sich beim Samenerguss den Spermien beimischt. Dieses Sekret sorgt dafür, dass die Spermien beweglich sind und unterstützt sie so auf ihrem Weg zur weiblichen Eizelle.
Man kann Prostataentzündungen grob in zwei Gruppen einteilen: die bakterielle Prostatitis, also die durch Bakterien verursachte Prostataentzündung, und die nicht durch Bakterien verursachte sogenannte abakterielle Prostatitis.
Bei der bakteriellen Prostataentzündung gibt es eine akute und eine chronische Form. Auslöser sind in beiden Fällen Bakterien, die in die Prostata eindringen und eine Infektion auslösen. Der Arzt behandelt die bakterielle Prostatitis in der Regel mit Antibiotika. Die Diagnose der akuten Entzündung stellt der Urologe leicht anhand des typischen Beschwerdebilds sowie des Tast- und Bakterienbefunds. Bei der chronischen Prostataentzündung ist es mitunter schwieriger, denn der Tastbefund ist nur bei wiederkehrender Infektion beziehungsweise einem akuten Schub der Entzündung auffällig. Verursachen Prostatasteine die Entzündung, zeigen sich Kalkansammlungen im Ultraschallbild.
Für eine abakterielle Prostataentzündung können Blasenentleerungsstörungen oder prostatischer Rückfluss (Reflux) verantwortlich sein: Urin gelangt hierbei in die Prostatadrüsengänge, wodurch Stoffwechselprodukte (Harnsäure, Purin- und Pyrimidinbasen) in das Prostatagewebe eindringen – es kommt zu Entzündungen und Prostatasteinen.
Bei der abakteriellen Prostatitis unterscheidet man das entzündliche vom nicht-entzündlichen chronischen Schmerzsyndrom des Beckens. Die Behandlung dieser Prostataentzündung orientiert sich an den Beschwerden und ist oft langwierig und anspruchsvoll.
Die frühzeitige ärztliche Behandlung von Harnwegsinfekten und eine gute körperliche Hygiene können einer Keimverschleppung zur Prostata und somit der Prostataentzündung (Prostatitis) vorbeugen.
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