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Prosopagnosie (Gesichtsblindheit)

Häufigkeit

Stand: 24. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Prosopagnosie (Gesichtsblindheit) tritt bei Männern und Frauen mit gleicher Häufigkeit auf. Dabei findet sich bei mindestens zwei Prozent der Bevölkerung eine kongenitale (angeborene) Prosopagnosie. Die erworbenen Formen von Gesichtsblindheit – die apperzeptive und die assoziative Prosopagnosie – sind hingegen äußerst selten. Die Wahrscheinlichkeit, nach einem Hirntrauma eine Prosopagnosie zu entwickeln, ist sehr gering, da häufig nur ein kleiner Teil des Gehirns geschädigt ist.

Historisches

Über die Prosopagnosie (Gesichtsblindheit) liegt Historisches aus verschiedenen, teils sehr frühen Quellen vor: Erste Berichte über das Nichterkennen von Gesichtern stammen aus der Antike. Den Begriff Prosopagnosie prägte der Neurologe Joachim Bodamer 1947 in einer ausführlichen Beschreibung der Symptome dreier Betroffener. Der landläufige Begriff Gesichtsblindheit (bzw. face blindness) stammt von Bill Choisser, der selbst von Geburt an Prosopagnostiker ist und seine Erfahrungen mit anderen Gesichtsblinden teilt.

Zu den bekannten von Prosopagnosie betroffenen Persönlichkeiten zählt unter anderem die Schimpansen-Forscherin Jane Goodall, die von ihren Problemen bei der Wiedererkennung bekannter Personen berichtete.

Weiterlesen: Prosopagnosie (Gesichtsblindheit): Ursachen

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