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Forenexpertin: Dr. Anja Liekfeld
Forum Augenheilkunde
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Stand: 25. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Presbyopie (Alterssichtigkeit, Altersweitsichtigkeit) ist altersbedingt: Ursachen für die zunehmend erschwerte Naheinstellung des Auges sind Veränderungen in der Augenlinse, die im Zuge des normalen Alterungsprozesses entstehen. Der Linsenkern verhärtet (sklerotisiert) und vergrößert sich, wodurch die Linsenkapsel im Auge an Elastizität verliert. Infolgedessen kann sich die Linse bei der Anpassung (Akkommodation) zum scharfen Sehen in der Nähe oder Ferne nicht mehr so leicht wölben.
Der für die Alterssichtigkeit verantwortliche Elastizitätsverlust der menschlichen Augenlinse beginnt schon in der Kindheit: Die Linse versteift sich bereits ab dem zehnten Lebensjahr stetig, das heißt, die Akkommodationsfähigkeit nimmt ab. Dadurch rückt der am nächsten liegende Punkt, in dem ein Gegenstand noch scharf erkennbar ist (Nahpunkt oder Punctum proximum), immer weiter vom Auge weg. Daher bezeichnet man die Presbyopie auch als Altersweitsichtigkeit. Der langsam fortschreitende Verlust der Akkommodationsfähigkeit muss jedoch ein gewisses Ausmaß erreichen, bevor die Altersweitsichtigkeit zum Beispiel Schwierigkeiten beim Lesen bereitet. Dies ist die Ursache dafür, dass sich die Presbyopie bei Normalsichtigen meist erst zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr bemerkbar macht.
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