Presbyopie (Altersweitsichtigkeit, Alterssichtigkeit): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Januar 2016)

Die Presbyopie (bzw. Altersweitsichtigkeit oder Alterssichtigkeit) gehört bei engerer Definition nicht zu den Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Astigmatismus (Stabsichtigkeit), denn: Die Sehprobleme sind kein Anzeichen für eine krankhafte Veränderung, sondern die Folge eines ganz normalen Alterungsvorgangs, in dessen Verlauf die Elastizität der Augenlinse abnimmt.

Jeder Mensch ist irgendwann mehr oder weniger alterssichtig.

Akkommodation

Bei der Presbyopie ist die Fähigkeit zur Akkommodation (d.h. Anpassung) eingeschränkt: Das Auge normalsichtiger Menschen ist in Ruhe auf die Ferne eingestellt. Der Punkt, den das völlig entspannte Auge scharf sieht, ist der sogenannte Fernpunkt (Punctum remotum).

Um einen Gegenstand in der Nähe scharf sehen zu können, muss sich das Auge entsprechend anpassen, wobei sich die Form der Augenlinse verändert. Diese Akkommodation hat aber Grenzen: Der am nächsten vor dem Auge liegende Punkt, an dem ein Gegenstand noch scharf erkennbar ist, heißt Nahpunkt (Punctum proximum).

Je mehr Elastizität die Linse durch den Alterungsprozess verliert, desto schwieriger ist die zur Akkommodation nötige Formveränderung. Das bedeutet: Der Fernpunkt rückt bei der Presbyopie immer weiter vom Auge weg. Wer altersweitsichtig ist, kann darum irgendwann ohne Korrekturmaßnahmen nicht mehr lesen.


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