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Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS): Symptome

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (24. Oktober 2013)

Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) zeigt die ersten Symptome in der Regel mit einer Verzögerung von einigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten nach dem belastenden Erlebnis. In manchen Fällen vergehen sogar Jahre, bis die Symptome einer PTBS auftreten. Manchmal geht der posttraumatischen Belastungsstörung auch eine akute Belastungsreaktion voraus. Hält diese länger als vier Wochen an, kann der Arzt die Diagnose posttraumatische Belastungsstörung stellen.

Welche Symptome im Rahmen einer PTBS auftreten, ist individuell verschieden. Eine posttraumatische Belastungsstörung zeigt jedoch meist Symptome wie:

  • Erinnerungssymptome (Intrusionen): Der Betroffene durchlebt die traumatische Situation immer wieder, zum Beispiel durch sich aufdrängende Gedanken, sogenannte Intrusionen. In Flashbacks (englisch für Rückblende) treten plötzlich albtraumartige Bilder oder Eindrücke des Ereignisses in Erinnerung. Bei einem Flashback fühlt und handelt der Betroffene so, als ob er das Geschehene erneut durchlebt. Auch bestimmte Situationen, die an das Trauma erinnern, können zu Symptomen wie starken Ängsten führen. Zudem kann eine posttraumatische Belastungsstörung mit sehr intensiven Albträumen, Tagträumen und Ängsten verbunden sein, aber auch mit partiellen oder vollständigen Erinnerungslücken, die den Menschen sehr belasten. Häufig wiederholen sich im Rahmen einer posttraumatischen Belastungsstörung ähnliche Träume immer und immer wieder und der Betroffene wacht schweißgebadet davon auf. Die Person hat nicht das Gefühl, dass das Ereignis vorbei ist, sondern fühlt sich, als würde er es immer noch durchleben. Manche Betroffene sind überzeugt davon, sie seien selbst schuld an dem, was ihnen wiederfahren ist. Sie sind nicht in der Lage, ihre belastenden Gedanken zu unterdrücken.
  • Symptome einer vegetativen Übererregung (Hyperarousal): Obwohl das Erlebte längst vorbei ist, hält das Gefühl der Bedrohung weiter an. Der Betroffene befindet sich in einem Zustand vegetativer Übererregung, einer ständigen erhöhten Wachsamkeit, welche auch als Hyperarousal bezeichnet wird. Es treten Symptome wie Schlafstörungen, Reizbarkeit, Schreckhaftigkeit, Zittern, Ängste und Konzentrationsstörungen auf.
  • Emotionale Betäubung und Vermeidung: Der Betroffene versucht, inneren und äußeren Reizen zu entfliehen, um sich zu schützen. Er zieht sich aus dem sozialen Leben zurück und zeigt kein Interesse mehr an Dingen, die ihm vorher Freude bereitet haben. Er wirkt gleichgültig, lustlos und teilnahmslos. Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung vermeiden Situationen, die in irgendeiner Form an das Trauma erinnern könnten (sog. Stimuli).
Eine depressiv aussehende Frau schaut durch ein mit Regentropfen bedecktes Fenster.

Eine posttraumatische Belastungsstörung kann zu Depressionen führen.

Eine posttraumatische Belastungsstörung führt häufig dazu, dass die Betroffenen müde und erschöpft sind. Manchmal entwickeln sie Depressionen oder auch Suizidgedanken. Weitere mögliche Symptome sind Entfremdungsgefühle (Depersonalisation) und körperliche Beschwerden ohne eine organische Ursache (Somatisierung).

In manchen Fällen kann das Trauma so schwer sein, dass es zu Persönlichkeitsveränderungen oder Persönlichkeitsstörungen kommt. Man spricht dann von einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung.

Bei Kindern kann sich eine posttraumatische Belastungsstörung auch durch Symptome wie Verhaltensauffälligkeiten bemerkbar machen. So kann es beispielsweise zu aggressivem Verhalten kommen oder auch zu Mustern, bei denen das Kind die traumatische Situation immer wieder nachspielt.






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