Startseite > Krankheiten > Rheumatische Endokarditis (postinfektiöse Endokarditis) > Vorbeugen
Stand: 25. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine rheumatische Endokarditis (postinfektiöse Endokarditis) lässt sich durch Maßnahmen zum Vorbeugen eines rheumatischen Fiebers verhindern, dessen Symptom die rheumatische Endokarditis ist. Da rheumatisches Fieber die Folge einer Infektion mit bestimmten Bakterien – beta-hämolysierenden A-Streptokokken – ist, ist zur Endokarditis-Prophylaxe in jedem Fall eine angemessene Behandlung derartiger Infektionen (z.B. Mandelentzündungen und Rachenentzündungen) wichtig. Wenn Sie Antibiotika verschrieben bekommen, nehmen Sie diese unbedingt vorschriftsmäßig ein und brechen Sie die Therapie nicht vorzeitig ab, sobald die Symptome nachlassen.
Wer bereits eine rheumatische beziehungsweise postinfektiöse Endokarditis hatte, kann verhindern, dass sie erneut auftritt: Hierzu sind über zehn Jahre, maximal aber bis zum 25. Lebensjahr, Antibiotika (Depotpenizilline) einzunehmen. Danach erfolgt vor jedem Eingriff, bei dem Streptokokken ins Blut gelangen könnten (z.B. vor Operationen, Zahnsteinentfernung, kleinen Eingriffen), eine Penicillin-Prophylaxe zum Vorbeugen von Streptokokkeninfektionen.
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