Rheumatische Endokarditis (postinfektiöse Endokarditis)

Rheumatische Endokarditis (postinfektiöse Endokarditis)

Rheumatische Endokarditis (postinfektiöse Endokarditis): Definition

Stand: 25. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die rheumatische Endokarditis (postinfektiöse Endokarditis) ist eine Herzinnenhautentzündung (Endokard = Herzinnenhaut, -itis = Entzündung), die als Symptom des rheumatischen Fiebers auftritt. Der Begriff rheumatisches Fieber bezeichnet per Definition eine Autoimmunerkrankung, die sich nach einer Infektion (= postinfektiös) des Körpers mit bestimmten Bakterien (sog. beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A) entwickeln kann. Die häufigste ursächliche Infektion ist die Mandelentzündung. Ein rheumatisches Fieber tritt ungefähr 10 bis 20 Tage nach der Entzündung auf.

Häufigkeit

Die rheumatische Endokarditis (postinfektiöse Endokarditis) tritt mit größter Häufigkeit bei 5- bis 15-Jährigen aufgrund der in diesem Alter vermehrt vorkommenden Mandelentzündungen auf. Etwa 0,1 bis 3 Prozent der Kinder, bei denen eine Streptokokkeninfektion unbehandelt bleibt, entwickeln ein rheumatisches Fieber. Bei diesen Kindern tritt anschließend zu 40 bis 80 Prozent eine rheumatische Endokarditis auf. In Deutschland ist die rheumatische Endokarditis heutzutage selten, da man bakterielle Infektionen in der Regel konsequent therapiert. In Entwicklungsländern erkranken jedoch weiterhin viele Kinder an der rheumatischen Endokarditis.

Weiterlesen: Rheumatische Endokarditis (postinfektiöse Endokarditis): Ursachen

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