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Polyneuropathie

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (15. April 2014)

Bei einer Polyneuropathie ist das sogenannte periphere Nervensystem (PNS) in seiner Funktion gestört. Zum PNS zählen alle Nerven, die außerhalb von Gehirn und Rückenmark liegen. Typische Beschwerden einer Polyneuropathie sind Schmerzen oder Missempfindungen in den Armen, Händen, Füßen oder Beinen.

Viele Menschen mit Polyneuropathie leiden unter Missempfindungen wie Kribbeln oder Brennen in den betroffenen Körperteilen. Darüber hinaus treten Sensibilitätsstörungen auf: Die Betroffenen nehmen Berührung und Schmerz vermindert oder gar nicht mehr wahr.

Einige Formen der Polyneuropathie sind angeboren. In den meisten Fällen entsteht eine Polyneuropathie jedoch als Folge einer anderen Erkrankung (sog. erworbene Polyneuropathie). So können zum Beispiel ein fortgeschrittener Diabetes mellitus, eine schwere Nierenfunktionsstörung (Urämie), aber auch eine Alkoholkrankheit oder Infektionskrankheiten eine Polyneuropathie zur Folge haben. Häufig bleiben die Ursachen einer Polyneuropathie jedoch unbekannt.

Das Bild zeigt Füße.

Schmerzen und Missempfindungen an Armen, Beinen oder Füßen sind typische Symptome einer Polyneuropathie.

Zu den häufigsten Ursachen einer Polyneuropathie zählt Diabetes mellitus. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer diabetischen Polyneuropathie. Veränderungen in den kleinsten Blutgefäßen (sog. diabetische Mikroangiopathie), die durch den zu hohen Blutzuckerspiegel entstehen, führen dazu, dass die Nerven geschädigt werden.

In manchen Fällen kann eine Polyneuropathie auch das vegetative Nervensystem in Mitleidenschaft ziehen. Bei dieser sogenannten autonomen Polyneuropathie leiden die Betroffenen zusätzlich unter Beschwerden wie Herzrhythmusstörungen, Impotenz oder Störungen der Blasenentleerung.

Wie eine Polyneuropathie behandelt wird, richtet sich in erster Linie nach ihren Ursachen. Für Diabetiker ist vor allem eine optimale Blutzuckereinstellung wichtig. Mithilfe von Medikamenten kann man die Schmerzen meist gut lindern.

Insbesondere Diabetiker und Alkoholiker sollten erste Anzeichen einer Polyneuropathie – zum Beispiel Kribbeln und Missempfindungen in den Beinen – ernst nehmen und den Arzt aufsuchen.






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