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Polyneuropathie
PolyneuropathiePolyneuropathie: DiagnoseStand: 10. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Um bei einer Polyneuropathie eine eindeutige Diagnose stellen zu können, ist es besonders wichtig, die Krankheitsgeschichte der betroffenen Person zu kennen. So wird der Arzt beispielsweise wissen wollen,
In einer anschließenden neurologischen Untersuchung prüft der Arzt die Sensibilität der Nerven, die Muskelkraft und die Reflexe. Mithilfe von Laboranalysen kann er andere Erkrankungen ausschließen (sog. Differentialdiagnostik). Spezielle Untersuchungen des peripheren Nervensystems, also aller Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark, können bei der Diagnose helfen. Hierzu gehören zum Beispiel:
Liegt die Vermutung nahe, dass die Polyneuropathie als Folge eines Diabetes mellitus entstanden ist, sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen in Blut und Urin entscheidend für eine effektive Blutzuckereinstellung. Eine Messung des HbA1c, einer bestimmten Form des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin), gehört zu den Routineuntersuchungen. Eine Alkoholerkrankung kann zu einer Polyneuropathie führen. In diesem Fall findet der Arzt häufig Anzeichen für eine Mangel- oder Fehlernährung (Vitamin-B-Mangel). Zudem liefert das Blutbild dann meist Hinweise auf eine fortgeschrittene Lebererkrankung (Leberwerte sind erhöht). Vergiftungen durch Arsen, Blei und Thallium, die ebenfalls zu einer Nervenschädigung führen können, kann der Arzt anhand typischer Symptome und durch Spuren der Gifte im Blut und Urin nachweisen. Manchmal können Infektionen die Ursache für eine Polyneuropathie sein. Anhand von Entzündungswerten kann der Arzt erkennen, ob eine Infektion wie Borreliose, Herpes, HIV, Masern oder Diphtherie vorliegt. Es gibt einige Erkrankungen, bei denen ähnliche Beschwerden vorkommen wie bei einer Polyneuropathie. Hierzu zählen vor allem Durchblutungsstörungen. Treten Lähmungen auf, müssen auch Schädigungen der Wirbelkörper, wie sie bei Bandscheibenvorfällen vorkommen, ausgeschlossen werden. Weiterlesen: Polyneuropathie: Therapie Das könnte Sie auch interessieren
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