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Polymyalgia rheumatica

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (25. November 2013)

Die Polymyalgia rheumatica (PMR, kurz: Polymyalgie) ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die durch reißende Muskelschmerzen gekennzeichnet ist. Diese Schmerzen treten vor allem im Schultergürtel, im Nacken, in den Oberarmen, im Beckengürtel und in den Oberschenkeln auf.

Typischerweise treten die Muskelschmerzen bei der Polymyalgia rheumatica beidseitig auf und sind nachts beziehungsweise morgens am stärksten. Die betroffenen Muskeln sind vor allem am Morgen steif und unbeweglich – meist hält dieser Zustand über eine Dreiviertelstunde an.

Weitere mögliche Polymyalgia-rheumatica-Symptome sind zum Beispiel:

Daneben entzünden sich bei der Polymyalgia rheumatica oft größere Blutgefäße: Jeder zweite Mensch mit Polymyalgie hat gleichzeitig eine Gefäßentzündung (sog. Vaskulitis) der Schläfenarterie oder anderer Gefäße des Kopfs (sog. Arteriitis temporalis).

Meistens tritt die Polymyalgia rheumatica nach dem 65. Lebensjahr auf. Ihre Ursachen sind unklar, denn: Die entzündlich-rheumatische Krankheit ist eine Autoimmunerkrankung – hierbei ist das Immunsystem aus unbekannten Gründen fehlgesteuert und richtet sich gegen den Körper selbst.

Um eine Polymyalgia rheumatica zu diagnostizieren, sind eine Blutuntersuchung und die Gabe von Kortison hilfreich: Wer wegen einer Polymyalgia rheumatica Muskelschmerzen hat, spricht sofort auf die Medikamente an – die Beschwerden bessern sich also schlagartig. Eventuell kann eine Gefäß- beziehungsweise Muskelgewebeprobe (sog. Biopsie) die Polymyalgia-rheumatica-Diagnostik ergänzen.

Zur Polymyalgia-rheumatica-Therapie kommen vor allem Kortisonpräparate zum Einsatz: Sie lindern die Beschwerden schnell und wirkungsvoll. Damit ist die Behandlung aber nicht beendet: Insgesamt ist mit einer Behandlungsdauer von mindestens einem Jahr zu rechnen. Wie hoch dosiert das Kortison dabei sein muss, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Eine längere Kortisonbehandlung kann mit Nebenwirkungen verbunden sein – zum Beispiel Osteoporose. Um dieser entgegenzuwirken, ist es ratsam, bei einer Polymyalgia rheumatica die Ernährung durch Calcium- und Vitamin-D-Präparate zu ergänzen. Zusätzlich bieten sich zur Polymyalgie-Therapie sogenannte Immunsuppressiva an – also Medikamente, welche die Immunabwehr des Körpers vermindern.

Rechtzeitig erkannt und angemessen behandelt hat die Polymyalgia rheumatica eine günstige Prognose.






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