Polymyalgia rheumatica: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. November 2013)

Bei einer Polymyalgia rheumatica (PMR, kurz: Polymyalgie) sind Verlauf und Prognose umso günstiger, je früher die Therapie mit Kortison beginnt: Die meisten Betroffenen sind so rasch (nach ein paar Stunden bis ein paar Tagen) schmerzfrei. Allerdings ist mit einer Behandlungsdauer von mindestens 1 bis zu 2 Jahren zu rechnen. Sobald die Beschwerden verschwunden sind, kann man die Dosierung im Verlauf der Behandlung jedoch langsam herabsetzen.

Unbehandelt kann die Polymyalgia rheumatica einen mehrjährigen Verlauf nehmen: Dann dauert sie 0,5 bis 5 (in manchen Fällen bis zu 10) Jahre an.

Komplikationen

Wer eine Polymyalgia rheumatica hat und im Verlauf der Behandlung plötzlich das Kortison absetzt, riskiert Komplikationen: Dann können akute Gefäßverschlüsse und ein Schlaganfall auftreten; auch eine Nekrose (Absterben) der Zunge ist möglich.

Bei der Polymyalgia rheumatica kann eine weitere Komplikation auftreten, wenn die Blutgefäße im Verlauf der Autoimmunerkrankung mitbeteiligt sind und man die Gefäßentzündung (Vaskulitis) nicht angemessen behandelt: Sind bei einer Entzündung der Schläfenarterie oder anderer Gefäße des Kopfs (sog. Arteriitis temporalis) die das Auge versorgenden Gefäße beteiligt, besteht das Risiko einer Erblindung.


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