Polymyalgia rheumatica: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. November 2013)

Worin eine Polymyalgia rheumatica (PMR, kurz: Polymyalgie) ihre Ursachen hat, ist weitgehend unbekannt: Ebenso wie viele andere entzündlich-rheumatische Erkrankungen ist die Polymyalgia rheumatica eine sogenannte Autoimmunerkrankung, die durch ein fehlgesteuertes Immunsystem entsteht.

Das bedeutet: Das Immunsystem richtet sich bei der Polymyalgia rheumatica aus unbekannten Ursachen nicht gegen eindringende Krankheiterreger, sondern gegen den Körper selbst. Ein möglicher Grund für die Entstehung der Polymyalgie könnte sein, dass die im Blut zirkulierenden Zellen des Immunsystems im höheren Alter dazu neigen, außer Kontrolle zu geraten – also unkontrolliert Botenstoffe (sog. Zytokine) zu bilden und so eine Entzündung zu verursachen, die den gesamten Körper betrifft.

Dass sich bei vielen Menschen mit Polymyalgia rheumatica größere Blutgefäße entzünden, kann seine Ursachen ebenfalls in außer Kontrolle geratenen Immunzellen haben. Eine solche Gefäßentzündung bezeichnet man auch als Vaskulitis. Sind die Schläfenarterie oder andere Gefäße des Kopfs entzündet, bezeichnet man dies als Arteriitis temporalis. Bei jedem zweiten Menschen mit Polymyalgia rheumatica liegt gleichzeitig eine Arteriitis temporalis vor.


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