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Polymyalgia rheumatica

Polymyalgia rheumatica: Therapie

Stand: 16. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Polymyalgia rheumatica (PMR, kurz: Polymyalgie) kommen zur Therapie Kortisonpräparate zum Einsatz, die Ihre Beschwerden schnell lindern: Schon ein paar Stunden – spätestens ein paar Tage – nach Beginn der Behandlung bessern sich die Polymyalgie-Symptome durch Kortison deutlich.

Zu Beginn der Polymyalgie-Therapie erhalten Sie das Kortison in höherer Dosierung; im weiteren Verlauf der Behandlung setzt der Arzt die Dosis langsam (über Wochen bzw. Monate) herab. Um möglichen Nebenwirkungen von Kortison (z.B. Gewichtzunahme oder auch Osteoporose) entgegenzuwirken, erhalten Sie zusätzlich Kalzium und Vitamin D.

Wichtig bei der Polymyalgie-Therapie ist: Auch wenn Ihnen dank des Kortisons die Polymyalgia rheumatica nach kurzer Zeit keine Beschwerden mehr bereitet, dürfen Sie das Medikament auf keinen Fall plötzlich absetzen, denn: Dann können plötzliche Gefäßverschlüsse entstehen und zu einem Schlaganfall führen.

Wie lange die Kortisonbehandlung bei der Polymyalgia rheumatica dauert und wie hoch dosiert das Medikament ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich: Die genaue Polymyalgie-Therapie hängt von Ihren Beschwerden sowie von den Entzündungszeichen im Blut ab. Wenn Sie eine einfache Polymyalgia rheumatica haben, reicht zur Therapie weniger Kortison als wenn zusätzlich Ihre Schläfenarterie entzündet ist. Bei dieser sogenannten Arteriitis temporalis, die häufig mit der Polymyalgia rheumatica einhergeht, ist vor allem zu Beginn der Behandlung mehr Kortison nötig, denn: Wenn dabei auch die Blutgefäße entzündet sind, welche die Augen versorgen, könnten Sie bei zu niedriger Dosierung im schlimmsten Fall erblinden.

Neben Kortison können gegen die Polymyalgia rheumatica Medikamente zum Einsatz kommen, welche die Immunreaktionen des Körpers vermindern (sog. Immunsuppressiva wie Methotrexat oder Chloroquin). Dies erlaubt es, die Kortisonmenge bei der Polymyalgie-Therapie möglichst niedrig zu halten.

Weiterlesen: Polymyalgia rheumatica: Verlauf

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