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Polymyalgia rheumatica

Polymyalgia rheumatica: Definition

Stand: 16. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Der Begriff Polymyalgia rheumatica (PMR), kurz Polymyalgie genannt, bezeichnet per Definition eine entzündlich-rheumatische Autoimmunerkrankung, die vor allem durch Schmerzen der Schulter- und Beckengürtelmuskulatur gekennzeichnet ist (griech. poly = viel, Myalgie = Muskelschmerz). Darüber hinaus finden sich bei der Polymyalgia rheumatica typischerweise deutliche Entzündungszeichen im Blut.

Oft entzünden sich bei der Polymyalgia rheumatica größere Blutgefäße. Betrifft die Gefäßentzündung (Vaskulitis) die Schläfenarterie oder andere Gefäße des Kopfs, bezeichnet man dies als Arteriitis temporalis: Bei jedem zweiten Fall von Polymyalgia rheumatica liegt gleichzeitig eine Arteriitis temporalis vor.

Häufigkeit

Die Polymyalgia rheumatica (PMR) tritt mit extrem geringer Häufigkeit vor dem 50. Lebensjahr auf – in der Regel sind die Betroffenen über 60 Jahre alt. Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu etwa 16.000 bis 40.000 neuen Polymyalgie-Fällen. Dies bedeutet: Von 100.000 Einwohnern entwickeln jährlich 20 bis 50 eine Polymyalgia rheumatica. Dabei sind Frauen etwa 3-mal häufiger betroffen als Männer.

Weiterlesen: Polymyalgia rheumatica: Ursachen

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