Polymyalgia rheumatica: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. November 2013)

Der Begriff Polymyalgia rheumatica (PMR), kurz Polymyalgie genannt, bezeichnet eine entzündlich-rheumatische Autoimmunerkrankung, die vor allem durch Schmerzen der Schulter- und Beckengürtelmuskulatur gekennzeichnet ist (griech. poly = viel, Myalgie = Muskelschmerz). Darüber hinaus finden sich bei der Polymyalgia rheumatica typischerweise deutliche Entzündungszeichen im Blut.

Oft entzünden sich bei der Polymyalgia rheumatica größere Blutgefäße. Betrifft die Gefäßentzündung (sog. Vaskulitis) die Schläfenarterie oder andere Gefäße des Kopfs, bezeichnet man dies als Arteriitis temporalis: Bei jedem zweiten Fall von Polymyalgia rheumatica liegt gleichzeitig eine Arteriitis temporalis vor.

Häufigkeit

Die Polymyalgia-rheumatica-Häufigkeit ist bei Menschen vor dem 50. Lebensjahr extrem gering – in der Regel sind die Betroffenen über 60 Jahre alt. Jedes Jahr treten in Deutschland etwa 16.000 bis 40.000 neue Polymyalgie-Fälle auf. Dies bedeutet: Von 100.000 Einwohnern entwickeln jährlich 20 bis 50 eine Polymyalgia rheumatica. Dabei sind Frauen etwa dreimal häufiger betroffen als Männer.


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