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PockenPocken: VorbeugenStand: 20. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Sich gegen Pocken impfen zu lassen ist die einzige wirksame Maßnahme zum Vorbeugen dieser Erkrankung. Die Pockenimpfung ist jedoch heute in Deutschland keine Pflichtimpfung mehr: Die Pocken sind die bisher einzige Erkrankung, deren Ausrottung durch die konsequente Durchimpfung der Bevölkerung weltweit gelang. Dies war nur möglich, da sich ausschließlich der Mensch – und keine Wildtiere – mit Pocken anstecken kann. In geimpften Menschen kann sich das verantwortliche Pockenvirus nicht vermehren und stirbt ab. In Deutschland fanden die letzten größeren Pockenimpfungen im Jahr 1977 statt, ihre weltweite Aussetzung erfolgte im Jahr 1980. Bei den zu dieser Zeit gegen Pocken geimpften Menschen besteht wahrscheinlich kein Impfschutz mehr, da es nötig ist, die Schutzimpfungen alle fünf bis zehn Jahre aufzufrischen. Es ist jedoch möglich, dass der Verlauf einer Pockenerkrankung bei einmal geimpften Personen milder ist als bei ungeimpften Menschen. ImpfungZur Schutzimpfung gegen Pocken kommt der Erreger der Kuhpocken zum Einsatz. Drei bis vier Tage nach einer Impfung zeigt sich an der Impfstelle eine Hautreaktion: Es bildet sich eine juckende rote beziehungsweise rötliche Beule, die in eine eitrige Pustel oder Blase übergeht und nach zwei bis drei Wochen einen Schorf bildet, der dann abheilt. Es bleibt eine kleine typische Narbe zurück: Bei den meisten der heute über 25-Jährigen, die eine Impfung gegen Pocken erhalten haben, findet sich am rechten oder linken Oberarm eine solche Narbe. Die Beule an der Impfstelle ist bei einem direkten Kontakt ansteckend – nicht nur für andere Menschen, sondern auch für die Geimpften selbst: Wer die Beule zum Beispiel mit den Händen berührt, riskiert womöglich eine durchaus folgenschwere Infektion an anderen Körperstellen wie den Augen (mit nachfolgender Erblindung). Daher sind nach einem derartigen Kontakt die Hände gründlich mit Wasser und Seife zu waschen, sofern kein geeignetes Desinfektionsmittel zur Verfügung steht. Die Impfung zum Vorbeugen der Pockeninfektion erfolgt einmal vor Vollendung des zweiten Lebensjahrs und ein zweites Mal im 12. Lebensjahr. Seitdem die Pocken ausgerottet sind, besteht die Impfpflicht nicht mehr. Zeitweise gab es in Deutschland keinen zugelassenen Impfstoff mehr. Mittlerweile ist der Impfstoff gegen Pocken in Deutschland wieder vorrätig, um die Bevölkerung bei einem bioterroristischen Anschlag so gut wie möglich durch eine Impfung schützen zu können. Darüber hinaus gibt es auch einen neu entwickelten Impfstoff gegen Pocken, der erheblich weniger Nebenwirkungen hat als der alte. Seine Wirksamkeit im Falle einer Pockenepidemie ist jedoch noch nicht hinreichend getestet. Weiterlesen: Pocken: Weitere Informationen Das könnte Sie auch interessieren
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