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Pocken: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Juni 2015)

Obwohl die echten Pocken (Variola vera bzw. Variola major) häufig schwerwiegend verlaufen, überleben die meisten Menschen (mehr als zwei Drittel) eine Infektion mit dem Pockenvirus. Die Überlebenden sind allerdings häufig durch schwere Narben entstellt und in vielen Fällen erblindet.

Weitere mögliche schwere Folgen der Pocken können sein:

Die weißen Pocken (Variola minor) nehmen hingegen in der Regel einen milderen Krankheitsverlauf: Die Hautsymptome sind weniger ausgeprägt. Allerdings sind die weißen Pocken nicht weniger ansteckend.

Komplikationen

Die als schwarze Blattern (Variola haemorrhagica) bezeichnete Pockenform verläuft besonders heftig mit schweren Komplikationen: Innerhalb weniger Tage treten ausgedehnte, schwere Blutungen der Haut und Schleimhäute sowie der inneren Organe auf. Hiervon betroffen sind zum Beispiel Leber und Herz; aber auch Gehirn und Rückenmark können im Rahmen einer Pockenerkrankung in Mitleidenschaft gezogen sein. Viele von dieser Form der Pocken Betroffene sterben bereits in der ersten Erkrankungswoche, häufig schon innerhalb der ersten 48 Stunden.

Sterblichkeit

Die Überlebenschancen bei einer Pockeninfektion hängen unter anderem von der Verlaufsform der Pocken ab:

  • Die echten Pocken verlaufen für rund 30 von 100 Infizierten tödlich.
  • Etwa 99 von 100 Erkrankten überleben die weißen Pocken.
  • Die schwarzen Blattern verlaufen fast immer tödlich.
Dank der Pockenimpfung gelten die Pocken jedoch inzwischen als weltweit ausgerottet: Seit 1978 ist niemand mehr an Pocken erkrankt – seit dem Jahr 1980 gilt die Welt offiziell als pockenfrei.

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