Pneumothorax: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. Dezember 2015)

Bei einem Pneumothorax gelingt die Diagnose häufig schon anhand der Symptome oder durch die Befragung der Betroffenen (sog. Anamnese) und anhand der Untersuchungsergebnisse.

Bei der körperlichen Untersuchung hört der Arzt die Lunge ab (= Auskultation) und klopft den Brustkorb ab (= Perkussion). Das Atemgeräusch kann bei einem Pneumothorax abgeschwächt sein oder ganz fehlen. Der Klopfschall klingt auf der betroffenen Seite dunkler. Durch einen Pneumothorax ist außerdem die Bewegung des Brustkorbs während der Atmung über der betroffenen Lungenhälfte vermindert. Wenn die Herztöne verlagert sind und der Klopfschall über dem Herzen gedämpft ist, besteht vermutlich ein Spannungspneumothorax (Ventilpneumothorax).

Außerdem kann beim Pneumothorax der im Blut gemessene Sauerstoffgehalt zur Diagnose beitragen – Gleiches gilt für den Kohlendioxidgehalt. Dabei können bei gesunder Lunge beide Werte normal oder aber der Sauerstoffanteil erniedrigt sein. Wenn die Lunge geschädigt ist, enthält das Blut meist zu wenig Sauerstoff und eventuell zu viel Kohlendioxid.

Um die Diagnose zu sichern, kann der Arzt die Lunge röntgen: Die durch den Pneumothorax kollabierte Lunge ist auf einem Röntgenbild des Brustkorbs meist gut zu erkennen. Beim Spannungspneumothorax ist das verlagerte Herz beziehungsweise Mittelfell (Mediastinum) deutlich sichtbar. Weniger deutliche Verlagerungen kommen auch beim einfachen Pneumothorax vor.


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