Plötzlicher Herztod: Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. Januar 2016)

Ein plötzlicher Herztod lässt sich weitgehend vermeiden, indem Sie Herzerkrankungen vorbeugen. Die wichtigste Strategie gegen den plötzlichen Herztod besteht darin, ein erhöhtes Risiko frühzeitig zu erkennen – auch wenn noch keine Herzbeschwerden vorliegen. Ihr Risiko ist umso höher, je mehr klassische Risikofaktoren auf Sie zutreffen. Dazu gehören:

Wer also gesund lebt und regelmäßig gemäßigt Sport treibt, kann sein Risiko für einen plötzlichen Herztod senken.

Der Konsum von Cannabis, der vielen als "sichere" Droge gilt, scheint ebenfalls ein akuter Risikofaktor für den plötzlichen Herztod zu sein. Wer seine Herzgesundheit nicht aufs Spiel setzen möchte, sollte also kein Cannabis rauchen.

Auch Sport ist nicht immer uneingeschränkt gut fürs Herz: Es sehr wichtig, dass Sie sich während oder nach einem Infekt (z.B. Erkältung, Durchfallerkrankung oder Grippe) ausreichend schonen! Vor allem Sportler beginnen aber oft mit dem Training, obwohl ihr Infekt noch nicht ganz auskuriert ist. Damit riskieren sie, dass die Infektionserreger zu einer Entzündung des Herzmuskels (sog. Myokarditis) führen: Diese kann bei körperlicher Belastung schwere Herzrhythmusstörungen nach sich ziehen – die Folge kann ein plötzlicher Herztod sein. Vorbeugen können Sie einer durch Erreger verursachten Myokarditis bedingt, indem Sie während und nach jeder Infektionskrankheit auf Ihr Training verzichten und sich auch ansonsten körperlich schonen.

Neben den klassischen Risikofaktoren reicht schon einer der folgenden Faktoren aus, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass ein plötzlicher Herztod eintritt:

  • früherer Herzinfarkt
  • Zeichen einer Herzleistungsschwäche
  • überlebter plötzlicher Herztod
  • ungünstige erbliche Veranlagung
  • bekannte Herzrhythmusstörungen

Wenn Sie ein erhöhtes Risiko für einen plötzlichen Herztod haben, empfiehlt es sich, mit Ihrem Hausarzt oder mit einem Facharzt für Herzkrankheiten (Kardiologe) über geeignete vorbeugende Maßnahmen zu sprechen.

Bei erhöhtem Risiko für einen plötzlichen Herztod bestehen vorbeugende Maßnahmen in erster Linie darin, die Grunderkrankung zu behandeln – zum Beispiel durch:

Sicher vor dem plötzlichen Herztod schützen, kann man sich nicht. Menschen, die schon einmal einen Herzstillstand beziehungsweise ein Kreislaufversagen erlebt haben, erleiden in drei bis fünf von zehn Fällen innerhalb eines Jahres erneut ein solches Ereignis. Damit ein plötzlicher Herztod unwahrscheinlich bleibt, bieten sich in solchen Fällen ergänzende Behandlungsmethoden wie der implantierbare Kardioverter / Defibrillator (ICD) an.

Implantierbare Kardioverter / Defibrillatoren sind verkleinerte Elektroschockgeräte (Defibrillatoren), die wie Schrittmacher zu implantieren sind und bei erneuter bedrohlicher Herzrhythmusstörung den größtmöglichen Schutz vor dem plötzlichen Herztod bieten können.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst