Pleuraerguss: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. Januar 2016)

Bei einem Pleuraerguss hängt der Verlauf wesentlich von der zugrunde liegenden Störung und deren erfolgreicher Behandlung ab.

Bei einem nicht behobenen Pleuraerguss kann sich das Eiweiß namens Fibrin in der Flüssigkeitsansammlung anreichern und Septen ("Scheidewände") oder Membranen ("Häutchen") bilden, die zu einer sogenannten Kammerung des Pleuraergusses führen. Im weiteren Verlauf kann sich die zwischen Lunge und Brustwand angesammelte Flüssigkeit verfestigen und aufgrund ihrer raumfordernden Wirkung zu dauerhaften Atembeschwerden führen.

Wenn eine Lungenentzündung zu dem Pleuraerguss geführt hat, kann die Entzündung in ihrem Verlauf auf den Erguss übergreifen. Dann wirkt die per Punktion aus dem Brustkorb gewonnene Flüssigkeit (sog. Pleurapunktion) typischerweise eitrig; die Symptome der Entzündung wie Fieber und Abgeschlagenheit verschlimmern sich deutlich. Ein eitriger Pleuraerguss ist ein sogenanntes Pleuraempyem. Eitrige Pleuraergüsse können auch entstehen, wenn Umweltkeime durch ärztliche Maßnahmen wie eine Punktion oder Drainage in den Brustraum gelangen. Daher ist es hierbei wichtig, genau auf steriles Arbeiten zu achten.


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