Pleuraerguss: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. Januar 2016)

Bei Verdacht auf einen Pleuraerguss besteht der erste Schritt zur Diagnose in einer körperlichen Untersuchung: Hierbei beobachtet der Arzt vor allem die Atemwege, klopft die Körperoberfläche ab und hört den Brustkorb ab. Ein gedämpfter Klopfschall und verminderte Atemgeräusche können erste Hinweise auf die Flüssigkeitsansammlung zwischen Lunge und Brustkorb sein.

Im nächsten Schritt kommt bei einem möglichen Pleuraerguss moderne Diagnostik zum Einsatz: Um den Erguss sichtbar zu machen, ist vor allem die Sonographie (Ultraschalluntersuchung) geeignet. Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs (Röntgen-Thorax) und eine Computertomographie können ebenfalls hilfreich sein.

Ist so der Pleuraerguss nachgewiesen, folgt die Suche nach seiner Ursache: Hierzu ist eine Punktion des Pleuraraums erforderlich, um eine Probe des Ergusses zu entnehmen. Bei dieser sogenannten Pleurapunktion schiebt der Arzt unter sonographischer Kontrolle eine Nadel zwischen den unteren Rippen vor und entnimmt etwas Flüssigkeit. Aussehen und Beschaffenheit der Flüssigkeit liefern erste Hinweise auf die möglichen Ursachen für den Pleuraerguss. Durch die nachfolgende Messung von Eiweißgehalt, Gewicht und Zellgehalt (z.B. Entzündungszellen oder Tumorzellen) der Probe kann der Arzt möglicherweise weiter eingrenzen, warum sich die Flüssigkeit im Pleuraraum angesammelt hat.

Bleibt der Auslöser für den Pleuraerguss weiterhin unklar, kann der Arzt das Brustfell mit einem Endoskop direkt betrachten und Proben entnehmen. Diese als Thorakoskopie bezeichnete Untersuchung besteht darin, zunächst die Schichten des Brustfells mit einem neutralen Gas aufzuweiten und – ähnlich wie bei einer Bauchspiegelung – über einen Hautschnitt ein Sichtgerät in den Brustkorb einzuführen.


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