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Plattfuß

Plattfuß: Diagnose

Stand: 26. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Beim Plattfuß gelingt die Diagnose meist anhand der äußerlich erkennbaren Fußfehlbildung: Plattfüße liegen stärker als gesunde Füße oder sogar vollständig am Boden auf. Da die Füße von Säuglingen ein abweichendes Erscheinungsbild aufweisen, ist ein angeborener Plattfuß bei Säuglingen schwerer zu diagnostizieren. Es ist daher wichtig, die Füße von Neugeborenen gründlich zu untersuchen.

Ist die Diagnose, vor allem beim angeborenen Plattfuß, anhand des Erscheinungsbilds nicht eindeutig zu stellen, kann eine Röntgenuntersuchung des Fußes weiteren Aufschluss geben: Zeigen sich im Röntgenbild bestimmte knöcherne Veränderungen, ist dies ein wesentliches Anzeichen für einen angeborenen Plattfuß. Die Fußknochen stehen in einem anderen Gradwinkel zueinander als beim gesunden Fuß.

Um bei einem Plattfuß die geeignete Behandlung festlegen zu können, bestimmt der Arzt bei der Diagnose außerdem den Schweregrad der Fußfehlbildung:

  • Ein leichter Plattfuß vom Schweregrad 1 ist flexibel, was bedeutet: Der Arzt kann die Fehlsstellung bei der Untersuchung mit den Händen (passiv) vollständig korrigieren und die Betroffenen können den Fuß selbst (aktiv) aufrichten, wobei die Achillessehne normal lang ist.
  • Auch ein Plattfuß vom Schweregrad 2 ist noch recht flexibel: Man kann ihn passiv korrigieren, wobei die Achillessehne jedoch leicht verkürzt ist.
  • Plattfüße vom Schweregrad 3 sind in ihrer Fehlstellung stärker fixiert – das heißt, dass man die Fehlstellung passiv nur teilweise korrigieren kann, wobei die Achillessehne verkürzt ist und der hintere Fußteil nach außen zeigt (Valgusstellung: Knickfuß).
  • Auch Plattfüße vom Schweregrad 4 sind in ihrer Fehlstellung teilweise fixiert, sodass eine passive Korrektur nur eingeschränkt gelingt; zur Achillessehnenverkürzung und Valgusstellung des hinteren Fußteils kommt noch eine Abspreizung des vorderen Fußes hinzu.
  • Bei einem Plattfuß vom Schweregrad 5 kann man die Fehlstellung nicht mehr korrigieren; die Ferse steht hoch, am Fußinnenrand ragt der Sprungbeinkopf deutlich hervor und der Vorderfuß ist ständig so abgespreizt, dass der innere Fußrand gehoben und der äußere abgesenkt ist.

Weiterlesen: Plattfuß: Therapie

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