Plattfuß: Definition

Veröffentlicht von: Till von Bracht (02. März 2016)

Der Begriff Plattfuß bezeichnet eine Fußfehlstellung, bei der die Haltestatik des Fußes und besonders die Längswölbung aufgehoben sind. Dies führt dazu, dass der Fuß stärker (Senkfuß) oder vollständig am Boden aufliegt. Im Gegensatz zum Knick-Senkfuß, bei dem ein ähnliches Fußbild vorliegt, ist der Plattfuß dauerhaft in seiner Form verändert (deformiert) und richtet sich auch im unbelasteten Zustand nicht wieder auf.

Beim Plattfuß kann man die folgenden Formen unterscheiden:

  • Angeborener Plattfuß: Diese auch als Tintenlöscherfuß oder Schaukelfuß bezeichnete Fußfehlbildung besteht von Geburt an und kann unbehandelt die spätere Gehfähigkeit beeinträchtigen.

  • Erworbener Plattfuß: Diese Form der Fußfehlstellung entsteht erst im des Lebens und bleibt, je nach Ausprägung, häufig unbehandelt.

Der erworbene Plattfuß ist meist mit einer als Knickfuß bezeichneten Knickstellung des Fußes verbunden, bei der die Ferse am Knöchel nach außen abgeknickt erscheint. Der normale Gang ist in der Regel nicht beeinträchtigt.

Bei Kindern kann außerdem ein sogenannter kindlicher Plattfuß beziehungsweise Knick-Senkfuß als normales Erscheinungsbild auftreten (daher auch physiologischer Plattfuß genannt). Diese Art der Plattfüße entsteht durch das bei Kindern noch nicht vollständig entwickelte Skelett. Der kindliche Knick-Senkfuß hat Ähnlichkeit mit dem Plattfuß des Erwachsenen, bildet sich aber in der Regel von selbst zurück. Er kann jedoch auch in einen erworbenen Plattfuß übergehen.


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