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Plasmozytom, multiples Myelom: Krebs im Knochenmark

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (25. Januar 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Ein multiples Myelom ist eine relativ seltene Krebserkrankung. Typisch für ein multiples Myelom sind mehrere Tumorherde im Knochenmark. Ist nur ein einzelner Tumor zu finden, sprechen Ärzte von einem Plasmozytom.

Multiple Myelome – und somit auch das Plasmozytom – gehören zur Gruppe der sogenannten Non-Hodgkin-Lymphome (NHL). Non-Hodgkin-Lymphome haben ihren Ursprung in bestimmten Zellen im lymphatischen System – den Lymphozyten. Die genauen Ursachen sind bislang ungeklärt.

Meist verursacht ein Plasmozytom / multiples Myelom anfangs kaum Beschwerden. Erste Anzeichen können unspezifische Symptome sein wie zum Beispiel

Je weiter ein multiples Myelom / Plasmozytom fortschreitet, desto mehr nimmt die Tumorzellmasse im Knochenmark zu. Im Verlauf leiden die Betroffenen zunehmend an Knochenschmerzen. Es kommt zu Knochenschwund beziehungsweise Knochenabbau. Die Knochen werden instabil und können leicht brechen.

Charakteristisch für ein Plasmozytom / multiples Myelom ist, dass bestimmte Zellen des Immunsystems, die Plasmazellen, entarten und sogenannte monoklonale (d.h. identische) Antikörper bilden, die in der Regel keine Antikörperfunktion erfüllen. Dadurch wird das Immunsystem geschwächt, was unter anderem zu vermehrten Infekten führen kann.

Die Therapie des Plasmozytoms / multiplen Myeloms richtet sich vor allem danach, wie weit sich die Erkrankung bereits ausgebreitet hat. In manchen Fällen ist es möglich, zunächst den weiteren Verlauf abzuwarten.

Hat sich ein Plasmozytom beziehungsweise multiples Myelom ausgebreitet, kommt vor allem eine Chemotherapie infrage: Ziel ist es, Tumoren zu verkleinern oder ihr Wachstum zu stoppen. So kann es gelingen, die Erkrankung für mehrere Jahre zum Stillstand bringen.

Ein Plasmozytom / multiples Myelom kann nur mithilfe einer sogenannten allogenen Stammzelltransplantation vollständig geheilt werden. Dabei werden Blutstammzellen eines Fremdspenders auf den Patienten übertragen. Die allogene Stammzelltransplantation ist jedoch mit Risiken verbunden, weshalb sie nur in bestimmten Fällen zum Einsatz kommt.

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