Startseite > Krankheiten > Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte)
Stand: 30. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte) ist eine harmlose, aber kosmetisch störende oberflächliche Pilzerkrankung der Haut. Ihr Verursacher ist der Hautpilz Malassezia furfur.
Der Erreger der Kleienpilzflechte findet sich bei vielen gesunden Menschen – hauptsächlich auf der Kopfhaut. Die Ursache dafür, dass sich der Hautpilz bei manchen Menschen plötzlich übermäßig vermehrt und zum Ausbruch der Pityriasis versicolor führt, ist nicht bekannt. Allerdings begünstigen ein feucht-warmes Klima, starkes Schwitzen oder bestimmte Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus oder die Einnahme der Antibabypille das Auftreten einer Kleienpilzflechte. Außerdem tritt die Pityriasis versicolor häufig in Verbindung mit einem geschwächten Immunsystem auf.
Die typischen Symptome der Pityriasis versicolor sind bis zu münzgroße, kreisförmige, bräunlich über- oder unterpigmentierte Flecken auf der Haut. Sie zeigen sich verstärkt in den mit Schweiß- beziehungsweise Talgdrüsen besetzten Bereichen wie Rücken und Brust. Diese Veränderungen sind nicht schmerzhaft, können jedoch jucken. Durch leichtes Kratzen kommt es zu oberflächlicher Schuppung. Obwohl der behaarte Kopf das natürliche Reservoir für die Erreger der Kleienpilzflechte bildet, ist er selbst nicht befallen.
Die Pityriasis versicolor lässt sich über eine Untersuchung der Haut leicht diagnostizieren: Hierbei kann eine spezielle Untersuchungslampe zum Einsatz kommen, die vornehmlich Schwarzlicht (d.h. Ultraviolettstrahlen mit einer Wellenlänge von 365 nm) abgibt. Um die Diagnose der Kleienpilzflechte zu sichern, ist eine durch sogenannten Tesafilmabriss gewonnene Hautprobe geeignet, die sich nach ihrer Einfärbung mikroskopisch auf Anzeichen für den Pilzbefall untersuchen lässt.
Die Kleienpilzflechte-Behandlung erfolgt durch örtlich begrenzt angewendete Antipilzmittel (sog. Antimykotika). Diese Mittel gegen Pityriasis versicolor sind als Spray, Creme, Lotion, Waschgel oder Shampoo verfügbar. In seltenen und sehr hartnäckigen Fällen kann eine innere Anwendung der Antipilzmittel in Tablettenform nötig sein. Die Prognose der Pityriasis versicolor ist gut; allerdings kehrt die durch Malassezia furfur verursachte Hauterkrankung nach erfolgreicher Behandlung häufig wieder. Die Pigmentierung der betroffenen Hautstellen gleicht sich allmählich wieder der umliegenden Haut an, was jedoch einige Zeit dauern kann.
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