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Pigmentstörung

Pigmentstörung: Therapie

(Stand: 28. September 2009)

In vielen Fällen ist eine Pigmentstörung harmlos und erfordert keine Therapie. Aus kosmetischen Gründen empfinden jedoch viele Menschen eine veränderte Hautfärbung als seelisch belastend. In dem Fall sollte bei einer Pigmentstörung unter Umständen eine – gegebenenfalls psychologische – Behandlung durchgeführt werden.

Eine durch Medikamente verursachte Pigmentstörung erfordert keine besondere Behandlung: Die Verfärbungen der Haut bilden sich langsam wieder zurück, wenn die Medikamente abgesetzt werden. Dieser Vorgang kann allerdings Monate oder auch Jahre dauern.

Wenn Sie von einer Depigmentierung betroffen sind, also nicht genügend pigmentbildende Zellen (Melanozyten) besitzen, kann UV-Licht ungehindert in tiefere Hautschichten eindringen. Bei dieser Pigmentstörung sollten Sie demnach als vorbeugende Therapie die betroffene Haut durch entsprechende Produkte vor UV-Licht schützen und direkte Einstrahlung der Sonne sowie Besuche im Solarium meiden.

Gegen eine Pigmentstörung können folgende Mittel eingesetzt werden:

Kosmetika

Um den mit der Pigmentstörung verbundenen seelischen Leidensdruck zu lindern, können störende Pigmentflecken mithilfe von Kosmetika abgedeckt werden (Camouflage). Größere Hautflächen können durch hautaufhellende Mittel oder Selbstbräuner heller beziehungsweise dunkler gefärbt werden. Eine künstlich gebräunte Haut bietet allerdings keinen Schutz vor UV-Licht, sodass starke Sonneneinwirkung nach wie vor vermieden werden sollte.

Bei einer Pigmentstörung, die mit einer sehr ausgeprägten Depigmentierung einhergeht, können Bleichmittel mit Wirkstoffen wie Hydrochinon die noch verbliebenen dunkleren Hautflächen aufhellen. Dieser Vorgang kann jedoch nicht wieder rückgängig gemacht werden und sollte nur nach sorgfältiger Abwägung von einem erfahrenen Arzt durchgeführt werden. Als Nebenwirkung können unregelmäßige Bleicheffekte entstehen.

Bestrahlung

Die Bestrahlung kann zur Behandlung einer Depigmentierung eingesetzt werden: Hierbei werden einzelne von der Pigmentstörung betroffene Hautflächen gezielt mit bestimmtem Licht bestrahlt, um die Färbung durch Pigmente wiederherzustellen (Repigmentierung). Diese Therapie wird über mehrere Monate hinweg durchgeführt und oft im Rahmen der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) angewendet. Bei Albinismus ist diese Behandlung nicht zu empfehlen.

Weiterlesen: Pigmentstörung: Verlauf

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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