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Stand: 27. Januar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Pigmentstörung ist in vielen Fällen harmlos und erfordert keine Therapie. Aus kosmetischen Gründen empfinden jedoch viele Menschen eine veränderte Hautfärbung als seelisch belastend. In dem Fall ist es unter Umständen empfehlenswert, die Pigmentstörung behandeln zu lassen – gegebenenfalls psychologisch.
Eine durch Medikamente verursachte Pigmentstörung erfordert keine besondere Behandlung: Die Verfärbungen der Haut bilden sich langsam wieder zurück, wenn Sie die entsprechenden Medikamente absetzen. Dieser Vorgang kann allerdings Monate oder auch Jahre dauern.
Wenn Sie von einer Pigmentstörung in Form einer Depigmentierung betroffen sind, also nicht genügend pigmentbildende Zellen (Melanozyten) besitzen, kann UV-Licht bei Ihnen ungehindert in tiefere Hautschichten eindringen. In dem Fall ist eine vorbeugende Therapie ratsam, bei der die betroffene Haut durch entsprechende Produkte vor UV-Licht schützen und direkte Einstrahlung der Sonne sowie Besuche im Solarium meiden.
Wie die Therapie einer Pigmentstörung aussieht, hängt unter anderem von der Art und Ursache der Störung ab. Es stehen folgende Mittel gegen Pigmentstörungen zur Verfügung:
Bei einer Pigmentstörung ist eine kosmetische Therapie hilfreich: Um den mit der Pigmentstörung verbundenen seelischen Leidensdruck zu lindern, können Sie störende Pigmentflecken mithilfe von Kosmetika abdecken (sog. Camouflage). Größere Hautflächen können Sie durch hautaufhellende Mittel oder Selbstbräuner heller beziehungsweise dunkler färben. Eine künstlich gebräunte Haut bietet allerdings keinen Schutz vor UV-Licht, sodass Sie starke Sonneneinwirkung nach wie vor vermeiden sollten.
Bei einer Pigmentstörung, die mit einer sehr ausgeprägten Hypopigmentierung oder Depigmentierung einhergeht, können Bleichmittel mit Wirkstoffen wie Hydrochinon die noch verbliebenen dunkleren Hautflächen aufhellen. Dieser Vorgang lässt sich jedoch nicht wieder rückgängig machen und sollte nur nach sorgfältiger Abwägung durch einen erfahrenen Arzt erfolgen. Als Nebenwirkung dieser Therapie können unregelmäßige Bleicheffekte entstehen.
Bei einer Pigmentstörung in Form einer Hypopigmentierung oder Depigmentierung ist zur Therapie eine Bestrahlung geeignet: Hierbei bestrahlt man einzelne von der Pigmentstörung betroffene Hautflächen gezielt mit bestimmtem Licht, um die Färbung durch Pigmente wiederherzustellen (Repigmentierung). Diese Behandlung erfolgt über mehrere Monate hinweg und kommt oft im Rahmen der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) zum Einsatz. Bei Albinismus ist diese Therapie nicht zu empfehlen.
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