Phimose (Vorhautverengung): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. Oktober 2015)

Eine behandelte Phimose (Vorhautverengung) zeigt in der Regel einen günstigen Verlauf: Es dauert nur wenige Minuten, die Vorhautenge in einer OP beheben zu lassen, und die meisten Betroffenen überstehen den kleinen Eingriff gut. Nur sehr selten – in rund zwei Prozent der Fälle – kommt es zu Komplikationen, Rückfällen oder anhaltenden Beschwerden. Nach der Operation ist allerdings eine sorgfältige Wundbehandlung notwendig.

Komplikationen

Eine unbehandelte Phimose kann im weiteren Verlauf mit verschiedenen Komplikationen einhergehen: Wenn trotz ausgeprägter Vorhautverengung keine Behandlung stattfindet, können sich die Eichel und die Vorhaut des Penis dauerhaft (chronisch) entzünden. Chronische Entzündungen erhöhen wiederum das Krebsrisiko.

Wenn der Harnstrahl durch die verengte Vorhaut behindert und so das Wasserlassen erschwert ist, kann die Phimose außerdem durch häufige Harnwegsinfekte gekennzeichnet sein. Im ungünstigsten Fall sind Jungen oder Männer mit einer Vorhautverengung nicht in der Lage, ihre volle Harnblase spontan zu entleeren (akuter Harnverhalt).

Eine weitere Komplikation der Vorhautverengung stellt die Paraphimose dar – diese entsteht, wenn sich eine trotz Phimose gewaltsam hinter die Eichel zurückgestreifte Vorhaut nicht mehr zurückschieben lässt: Ohne rechtzeitige Behandlung kann dann Gewebe in der Eichel absterben (sog. Nekrose).


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