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Forenexperte: Dr. Thomas Kreutzig
Forum Männergesundheit
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Stand: 17. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Phimose (Vorhautverengung) kommt zur Therapie auch eine Operation infrage. Unter bestimmten Umständen macht die Phimose eine operative Behandlung sogar notwendig, zum Beispiel:
Der Eingriff ist klein und kann in der Regel ambulant erfolgen. Er dauert meist nur wenige Minuten. Eine Vorhautverengung bei Kindern lassen Sie am besten erst ab dem dritten Lebensjahr durch eine Operation behandeln. Zum einen sind viele Kinder dann schon trocken, zum anderen kann die (physiologische) Phimose beim Kleinkind bis zum dritten Lebensjahr immer noch ohne Behandlung (spontan) verschwinden. Bereits vor dem dritten Lebensjahr ist die operative Phimose-Therapie jedoch dann ratsam, wenn eine extreme Vorhautverengung mit Schwierigkeiten beim Wasserlassen, wiederholten Entzündungen oder einer vernarbten Vorhautöffnung vorliegt: Dann kann die Operation Folgeschäden verhindern. Im Anschluss an den Eingriff ist eine Nachbehandlung in Form einer sorgfältigen Wundbehandlung wichtig.
Die operative Phimose-Therapie kann unterschiedlich aussehen: Die Operation der Vorhautverengung besteht meistens in einer Beschneidung. Dabei stehen verschiedene Behandlungstechniken zur Verfügung:
Dies sind jedoch nicht die einzig möglichen Behandlungstechniken zur Behebung der Vorhautverengung – eine Beschneidung kann auch durch Abschnürung auf einer Kunststoffglocke (Plastibell-Methode) erfolgen: Der abgeschnürte Vorhautrest fällt nach einigen Tagen ab. Bei sehr starker, narbiger Phimose und verkürztem Vorhautbändchen ist diese Operation meist nicht anwendbar; die Methode findet meist nur bei Kleinkindern Anwendung.
Wenn Sie die Phimose nicht durch Beschneidung beheben lassen möchten, bietet sich zur Therapie eine weitere operative Behandlungstechnik an: die Erweiterungsplastik. Dabei erweitert der Operateur die Vorhautöffnung durch eine spezielle Schnittführung und Nahttechnik. Die Vorhaut selbst bleibt bei der Operation fast völlig erhalten. Daneben ist es möglich, das Vorhautbändchen zu verlängern (Frenulumplastik), was allerdings meist zusammen mit der Beschneidung erfolgt.
Eine trotz Phimose gewaltsam hinter die Eichel zurückgestreifte Vorhaut, die sich nicht mehr zurückschieben lässt, stellt einen urologischen Notfall dar. Bei dieser sogenannten Paraphimose ist zur Behandlung eine Operation ratsam, bei der an einer Stelle ein kleiner Einschnitt in die Vorhaut erfolgt (sog. dorsale Inzision). Mithilfe dieser Behandlungstechnik kann man akute Schäden durch Mangeldurchblutung vermeiden. Sobald die Entzündungsreaktion abklingt, ist zusätzlich eine Beschneidung notwendig.
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