Phimose (Vorhautverengung): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. Oktober 2015)

Bei einer Phimose (Vorhautverengung) gelingt die Diagnose anhand der typischen Symptome: Wenn sich die Vorhaut ab dem dritten bis fünften Lebensjahr nicht oder nur teilweise zurückziehen lässt oder wenn sich beim Zurückstreifen über die Eichel ein Schnürring zeigt, dann besteht meist ein Missverhältnis zwischen Vorhautweite und Eicheldurchmesser.

In Einzelfällen kann jedoch die in den ersten Lebensjahren normale Vorhautverklebung (sog. physiologische Phimose) auch länger bestehen und so das Zurückziehen der Vorhaut verhindern. Daher ist es wichtig, auf zusätzliche Beschwerden zu achten, um eine krankhafte Vorhautverengung sicher diagnostizieren zu können.

So können mögliche Auffälligkeiten beim Wasserlassen (wie verminderter und von der normalen Richtung abweichender Harnstrahl, aufgeblähte Vorhaut beim Wasserlassen) auf eine krankhafte Phimose hinweisen. Auch Informationen zu vorausgegangenen Entzündungen, Operationen oder Verletzungen der Vorhaut sind für die Diagnose einer Vorhautverengung hilfreich.

Vor allem wenn die Phimose erst bei Erwachsenen auftritt, ist eine Blutuntersuchung ratsam: Die Blutzuckerwerte geben Aufschluss darüber, ob ein Diabetes mellitus die Ursache für die Vorhautverengung ist.

Eine Ärztin nimmt bei einem jungen Mann Blut ab. © Jupiterimages/iStockphoto

Für Diabetiker ist das Risiko, eine Phimose zu bekommen, auch als Erwachsene erhöht. Gerade bei einer im Erwachsenenalter erworbenen Vorhautverengung ist es darum sinnvoll, im Rahmen der Diagnose auch eine Blutprobe zu nehmen und den Blutzuckerspiegel zu bestimmen.


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